Post by Carsten Dierig
Wirtschaftskorrespondent bei Welt
Die große Auslese am deutschen Biermarkt: Kaum eine Woche vergeht derzeit ohne Insolvenzmeldungen aus der Brauwirtschaft. Der Deutscher Brauer-Bund e.V. spricht von „einer echten Zäsur“. Und ein Ende der Probleme ist nicht in Sicht. „Der deutsche Biermarkt wird eine harte Selektion durchlaufen“, prognostiziert zum Beispiel Volker Kuhl, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Brauerei C. & A. VELTINS. „Denn es geht nicht mehr um ein temporäres Tal, das durchgestanden werden muss, sondern um eine dauerhafte Marktbereinigung. Die Konsolidierung hat eine neue Qualität erreicht.“ Denn zum einen sinkt der Absatz in immer größeren Sprüngen. Zum anderen ist der Kostendruck in den Bertrieben groß angesichts anhaltend hoher Energiepreise, gestiegener Rohstoffkosten, hoher Tarifabschlüsse fürs Personal und steigender Logistikaufwendungen mit den zuletzt nochmals erhöhten Spritpreisen. „Überkapazitäten führen bei einer gleichzeitigen Kostenexplosion und einem mitunter vorhandenen Investitionsstau in der Herstellung dazu, dass sich die wirtschaftlichen Schieflagen in der Branche häufen“, sagt Rüdiger Bauch, Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht bei Schultze & Braun. Er sieht bei vielen Brauern „das finanzielle Glas eher halb leer als halb voll“. WELT Business Insider Deutschland NielsenIQ Holger Eichele Ulrich Biene Kerstin Raschke https://lnkd.in/erNqM2wV