Post by Carolin Stegerer
From good to loved ✨ Branding für zukünftige Love Brands
Zwei T-Shirts. Fast der gleiche Spruch. Fast der gleiche Preis. Eins: ausverkauft, mit Warteliste. Das andere: totaler Flop. ⁉️ "Hot Boys Cry" ist ausverkauft, mit Warteliste. "Hot Girls Bleed" hat sich kaum verkauft. Das hat Polina Speidel vor ein paar Tagen selbst hier berichtet. Ich finds super schade und deswegen schauen wir uns das heute genauer an. Die harten Fakten: Beide brechen ein Tabu. Beide kosten zwischen 45-50 €. Beide haben ein cooles Design, das im Kopf bleibt. Und trotzdem: die Verkaufszahlen sind ein Unterschied wie Tag und Nacht. 🤷♀️ Der Grund dafür liegt nicht im Spruch. Er liegt in der Frage, warum Menschen überhaupt zu der Marke kommen. Zu Hot Boys Cry kommst du, um Teil von etwas Größerem zu werden. Eine Haltung, eine Identität, ja sogar eine richtige Bewegung. Das T-Shirt ist der Beweis, dass du dazugehörst. Zu menstruflow kommst du, weil du Schmerzen hast. Du willst, dass sie aufhören. Und zwar ohne Chemie. Punkt. Ja, menstruflow setzt sich auch dafür ein, dass die Periode enttabuisiert wird. Und das ist auch kein total irrelevanter Faktor, der Kunden am Ende auch einen kleinen Teil davon überzeugt, zu kaufen. Aber: Wie menstruflow auch auf ihrer Website sagt, ist der Main Purpose der Marke “dass jede Person ihre Tage in vollen Zügen erleben sollte, ohne Abstriche, ohne Chemie.” Deshalb läuft die Zielgruppe nicht mit einem bolden Shirt durch die Gegend. Sondern mit dem ONEflow Pad auf dem Unterbauch. Unter dem Hosenbund. Deshalb ist bei Hot Boys Cry ist das T-Shirt quasi das Zentrum der Marke und bei menstruflow (leider) ein nice-to-have ohne weltbewegende Relevanz. 👀 💬 Ist das der Beweis, dass Identität immer stärker verkauft als Nutzen, egal wie wichtig das Problem ist?