Post by Bärbel Heidebroek
Geschäftsführende Gesellschafterin der Landwind-Gruppe und Präsidentin des BWE I #energiewendemacher
Ein ICE auf maroden Schienen? Keine gute Idee. Genauso wenig funktioniert ein Energiesystem der Zukunft mit Netzen aus dem letzten Jahrhundert. Die Debatte um die Energiewende wird oft so geführt, als wäre der Netzausbau ein Problem, das erst durch Wind- und Solarenergie entstanden ist. Das Gegenteil ist der Fall: Unsere Infrastruktur ist vielerorts schlicht überaltert. Die Modernisierung wäre ohnehin notwendig. Wer jetzt beim Netz bremst, bremst am Ende den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die Windenergiebranche ist bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen. Für Versorgungssicherheit. Für intelligente Stromnutzung. Für regionale Lösungen mit Speichern, Elektrolyse, Direktbelieferung und Energy Sharing. Aber dafür braucht es endlich den passenden Rahmen. Weniger Bürokratie. Mehr Praxisnähe. Und vor allem: Planungssicherheit. Denn niemand investiert Milliarden in neue Energieprojekte, wenn politische Entscheidungen jederzeit die wirtschaftliche Grundlage entziehen können. Besonders kritisch sehe ich deshalb Vorschläge, die über Redispatch-Vorbehalte den Ausbau der Windenergie ausbremsen würden. Das schafft keine Entlastung im System – sondern neue Engpässe. Die gute Nachricht: Viele Lösungen stehen längst im Koalitionsvertrag. Jetzt müssen sie nur noch umgesetzt werden. Deutschland braucht keine weiteren Bremsmanöver. Deutschland braucht moderne Netze für eine moderne Energieversorgung. #Windenergie #Netzausbau #Energiewende #ErneuerbareEnergien #Infrastruktur #Energiepolitik