Post by BWO - Bundesverband Windenergie Offshore e.V.

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Der Ausbau der Offshore-Windenergie beginnt nicht erst auf See – sondern in den europäischen Stahlwerken. Ab heute gilt die neue EU Steel Overcapacity Regulation mit stärkeren Schutzmaßnahmen für den europäischen Stahlmarkt. Damit setzt die EU im Rahmen des Steel & Metals Action Plan neue Maßnahmen um, um die europäische Stahlindustrie besser vor unfairen Wettbewerbsbedingungen zu schützen und ihre Transformation hin zu einer klimaneutralen Produktion zu unterstützen. Die europäische Stahlindustrie steht unter erheblichem Druck:  ❌ globale Überkapazitäten  ❌ staatlich subventionierte Importe  ❌ hohe Investitionen für die Dekarbonisierung Gleichzeitig ist Stahl ein unverzichtbarer Rohstoff für die Energiewende. Offshore-Windparks benötigen große Mengen hochwertiger Stahlprodukte – von Monopiles über Transition Pieces bis hin zu weiteren Schlüsselkomponenten. Der Steel and Metals Action Plan setzt genau hier an.  Er beinhaltet unter anderem:   ✔️ eine deutliche Reduzierung der zollfreien Importmengen von 30,5 auf 18,3 Millionen Tonnen jährlich.  ✔️ Verdopplung der Zölle auf Importe oberhalb der Kontingente auf 50 Prozent  ✔️ verpflichtende "Melt & Pour"-Nachweise, damit die Herkunft des Stahls transparent wird und Umgehungen über Drittstaaten erschwert werden Das stärkt faire Wettbewerbsbedingungen und macht die europäischen Lieferketten widerstandsfähiger. Für die Offshore-Windenergie ist das ein wichtiges Signal.  Jetzt kommt es darauf an, den Action Plan weiterzuentwickeln. Schutzmaßnahmen sollten auch für Offshore-Fundamente und andere weiterverarbeitete Komponenten gelten. Gleichzeitig braucht es Bestandsschutz für bereits bezuschlagte Offshore-Wind-Projekte, damit Investitionssicherheit und Ausbau gewährleistet bleiben. Offshore-Wind braucht Stahl. Die Stahlindustrie braucht verlässliche Absatzmärkte und klimafreundliche Energie. Offshore-Wind liefert beides. Nur wenn beide Branchen gemeinsam gedacht werden, entstehen resiliente Lieferketten, industrielle Wertschöpfung und eine erfolgreiche Energiewende in Europa.

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