Post by Burkhard Haefner

Freibeuter im Homeoffice

Sind unsere Arzneimittelpreise wirklich zu niedrig? Deutschland hat mit die höchsten. Meist liegen wir nur hinter der USA und/oder der Schweiz, weiß die KI. Daran kann es also nicht wirklich liegen, dass wir schon lange nicht mehr die Apotheke der Welt sind. Vielleicht liegt es ja an Leuten wie ihm und wie diese bisher ihre Unternehmen geführt haben. Wenn es um echten Patientenzusatznutzen geht, wie bei den CAR-T-Zellen (nicht in Deutschland entwickelt), die ein Drittel der behandelten Lymphompatienten 10 Jahre und länger symptomfrei überleben lassen, dann sind sechsstellige Preise durchaus vertretbar. Häufig aber ist der Zusatznutzen neuer Medikamente bei der Mehrzahl der Krebsatienten (80 bis 90%) gering und sie verbessern auch nicht immer die Lebensqualität sehr erheblich, von der Überlebenszeit ganz zu schweigen. Was neu ist, ist nicht automatisch sehr viel besser. Wie sagte der SVP Oncology meines früheren Arbeitgebers mal zu uns über neue, patentgeschützte Krebsmedikamente: "Incremental benefit increase at non-incremental price increase." Das Verhältnis Kosten/Nutzen muss stimmen. Einfach höhere Preise zu fordern ist ein Fall von "Honi soit qui mal y pense." Dem Orden mit diesem Motto gehört Herr Oelrich aber nicht an.😆 https://lnkd.in/eRqtNRPy