Post by Bundesverband Männertrauer
59 followers
Braucht es uns? In der Natur hat alles seinen Platz. Nichts verdrängt das andere grundlos, sondern fügt sich ein, um das große Ganze widerstandsfähiger zu machen. Ähnlich verhält es sich mit den Wegen, die wir in der Trauer gehen. Oft wird die Frage gestellt, warum es den Bundesverband Männertrauer überhaupt braucht, wo es doch bereits so viele etablierte und wertvolle Organisationen gibt, die Trauernden zur Seite stehen. Die Antwort darauf ist essenziell: **Wir sind keine Konkurrenz. Wir sind eine notwendige Ergänzung.** Jeder Mensch navigiert anders durch die Dunkelheit eines Verlustes. Gerade der männliche, oft evolutionär und biologisch geprägte Trauerweg erfordert einen ganz spezifischen Raum. Einen Raum, der das mitunter stille Handeln, das Rückzugsbedürfnis und die eigene Biologie des Trauerns versteht, ohne sie umformen zu wollen. Die bestehenden Verbände leisten großartige, unverzichtbare Arbeit, die wir zutiefst schätzen. Unser Ziel ist es nicht, deren Angebote zu ersetzen oder in einen Wettbewerb zu treten. Vielmehr schließen wir eine Lücke in diesem Ökosystem der Hilfe – für die Männer, die eine andere Form des Ausdrucks suchen, wenn die Worte fehlen. Nur wenn wir die Vielfalt der Trauerwege anerkennen, können wir als Gesellschaft wirklich Halt geben. Gemeinsam bilden wir ein Netzwerk, in dem niemand durchs Raster fällt. Mehr über unsere Arbeit, den evolutionären Trauerweg und wie wir bestehende Hilfsangebote ergänzen, findet ihr hier: https://lnkd.in/eS5ubCk7