Post by Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

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In Erinnerung an die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas: Mahnmal im Berliner Tiergarten eingeweiht. Im Beisein von Staatsminister Wolfram Weimer, Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, zahlreicher Angehöriger der Opfergruppe, des Künstlers sowie etwa 700 Gästen wurde heute das Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas der Öffentlichkeit übergeben. „Mit diesem Mahnmal erhält eine lange Zeit weniger bekannte Opfergruppe des Nationalsozialismus einen sichtbaren Ort des Erinnerns und Gedenkens. Damit setzen wir ein Zeichen für Empathie und für religiöse Toleranz. Wir erinnern an Menschen, die sich in den 1930er Jahren - also mit als Erste - dem totalitären Anspruch der Nationalsozialisten widersetzt haben, die für ihren Glauben und ihre Überzeugung gelitten haben, die verfolgt und gejagt wurden, die Folter und Konzentrationslager erlitten, die umgebracht wurden.“, betont Staatsminister Weimer. Ab 1933 wurden die Zeugen Jehovas in Deutschland und ab 1938 im nationalsozialistisch besetzten Europa verfolgt. Die Diskriminierung setzte sich auch in der DDR fort, die die Religionsgemeinschaft 1950 verbot.  Die Errichtung des Mahnmals geht auf den Beschluss des Deutschen Bundestages vom 22. Juni 2023 zurück. Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien finanzierte das Vorhaben. Die Umsetzung übernahm die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Die für den Gedenkort entworfene Bronzeskulptur stammt vom Künstler Matthias Leeck. „Erinnerungskultur lebt davon, dass sie die Vielfalt der Verfolgungs- und Opfergeschichten sichtbar macht. Das Mahnmal schließt eine Lücke in unserer Erinnerungskultur und stärkt das Bewusstsein für die Gefahren der Intoleranz, Ausgrenzung und staatlicher Willkür.“, so Staatsminister Weimer. Im Anschluss an die Einweihungszeremonie traf Staatsminister Weimer Jugendliche, die im Rahmen des Projektes „Gedächtnis der Namenlosen“ eine stetig wachsende Datenbank mit Biographien verfolgter Zeugen Jehovas erarbeitet haben. Diese Daten bilden die Grundlage für eine interaktive Karte zu den Orten des Widerstandes und der Verfolgung. Historische Dokumente und Fotos sowie Videoclips, die während der Arbeit der Jugendlichen entstanden, werden die biographischen Informationen auf der interaktiven Karte ergänzen. Das Projekt ist Teil des Programms „JUGEND erinnert vor Ort & engagiert“, das von BKM und der Stiftung EVZ im Rahmen des gefördert wird.

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