Post by Britta Coy
Gründerin & Leitung "JUNO - eine Stimme für geflüchtete Frauen"
„Aber die wollen doch alle nicht arbeiten!“ Ausbildung & Arbeit – und die Realität für unserer Teilnehmerinnen mit Fluchthintergrund Ausbildung, Arbeit, Studium, Anerkennung von Abschlüssen: die großen Themen, um die es sich so oft dreht in unserer Arbeit. Anders, als es Medien und Politik oft darstellen, will der Großteil der Geflüchteten arbeiten – und macht es auch! Doch der Weg dorthin ist lang, schwer und voller Hürden – besonders für Frauen. Unsere Politik macht es ihnen dabei nicht einfacher. Ob mit Studium, Berufserfahrung oder guten Deutschkenntnissen: Der Prozess ist kräfteraubend, frustrierend und oft undurchsichtig. Warum? ✔️ Anerkennung von Abschlüssen: mit dem falschen Pass fast unmöglich und extrem langwierig. ✔️ Sprachkurse und Qualifizierungen: radikale Einsparungen. ✔️ Bürokratie: ein Labyrinth, das viele entmutigt und alleine nicht zu bewältigen ist. ✔️ Kinder: keine ausreichende Kinderbetreuung, nicht genug Teilzeitarbeit - und Ausbildung. ✔️ Diskriminierung und Vorurteile: unsichtbare, aber allgegenwärtige Barrieren. 💡 Unser Beitrag: Perspektiven schaffen, Türen öffnen Dank vieler kompetenter Ehrenamtlicher können wir immer wieder intensive Beratungsabende organisieren – in 1:1-Tandems, um jede Frau persönlich zu unterstützen. Das ist auch dringend nötig, da jede Frau andere Voraussetzung mitbringt. Es ist ein Anfang. Doch wir brauchen mehr Engagement, mehr politischen Willen und mehr Ehrenamtliche, um wirklich etwas zu bewegen. Denn jeder Mensch zählt – mit allen Stärken, Herausforderungen und Potenzial. #Arbeitsmarkt #Gleichberechtigung #Arbeitfueralle #Ehrenamt #Zusammenhalt