Post by Bodensee Campus GmbH
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Es gibt Abende, die gehen nicht einfach zu Ende. Sie glimmen weiter. In Gedanken, in Gesprächen, in diesem leisen inneren „Wie gut war das denn bitte?“ Gestern war für uns BoCaler so ein Abend: Am Lagerfeuer mit Johannes Gutmann. Der Bio-Pionier aus dem Waldviertel ist Gründer von SONNENTOR , Unternehmer mit einer Marke, die heute in rund 60 Ländern erhältlich ist. Aber da saß überhaupt kein Mann mit Konzern-Vibe mit uns am Feuer. Da saß ein echter Typ. Rote Brille. Rote Schuhe. Eine 103 Jahre alte Lederhose, die der Opa einst gegen Schmalz eingetauscht hat. Und ein T-Shirt, auf dem im Grunde sein ganzes Lebensprogramm steht: #esgehtauchanders. Sein Weg begann nicht mit Marktstudien und Sicherheitsnetz. Sondern mit einer Idee, die viele für verrückt hielten: Bio-Kräuter und Tees direkt von Bauern – mit Namen, Gesichtern und Geschichten. Während andere auf Masse setzten, setzte er auf Haltung. Und auf diesen merkwürdig schönen Mut, dem eigenen Bauchgefühl mehr zu trauen als dem Kopfschütteln der anderen. Was hängen blieb? Seine ABC-Methode - sei anders, besser, cleverer. Und diese fast unverschämt hoffnungsvolle Überzeugung: Eine Krise ist immer auch eine Chance. Gutmann ist damit nicht nur Gründer einer Marke. Er ist selbst eine. Allerdings ohne Pose. Definitiv aber mit Haltung und Humor. Für unsere Studierenden war das kein Vortrag über Erfolg. Es war ein Gespräch über Mut. Über Geschichten, die Produkte lebendig machen. Und über einen Tipp, der zunächst schlicht klingt, aber vielleicht gerade deshalb hängen bleibt: Immer den direkten Kontakt zu Menschen suchen. Hingehen. Zuhören. Fragen stellen. Unser Fazit: Manchmal braucht es genau solche Begegnungen, damit aus einem Gedanken ein Entschluss wird. Wir lernen nicht nur aus Konzepten. Wir lernen vor allem von Menschen, die zeigen, dass ein eigener Weg nicht perfekt beginnen muss – nur ehrlich. Aus Biografien mit Ecken. Aus Sätzen, die in keine Hochglanz-Folien passen. Aus diesem leisen, ziemlich starken Gefühl: Vielleicht geht es wirklich auch anders. Danke, Johannes Gutmann, für diesen besonderen Abend!