Post by Björn Michalke

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Er wusste nicht, dass sein Vater vor 30 Jahren einem Freund 25% der Firma versprochen hat. Auf einer Serviette. Metallverarbeitung, Rheinland-Pfalz, 49, 64 Mitarbeiter, 8,5 Millionen Umsatz. Deal bei 10 Millionen. Unterschrift in 2 Wochen. Dann taucht ein 78-Jähriger auf. Mit einer Serviette von 1994. Darauf: "Hiermit bestätige ich, dass Hans-Werner 25% der Firma hält." Unterschrieben vom verstorbenen Vater. Die Anwälte haben 6 Monate gestritten. Der Käufer ist abgesprungen. Am Ende musste er den 78-Jährigen mit 1,8 Millionen auszahlen. Für eine Serviette. Der Deal ging dann für 8,2 Millionen raus. Minus 1,8 für den Servietten-Gesellschafter. Blieben 6,4 Millionen. Statt 10. 3,6 Millionen Differenz. Wegen einer Serviette von 1994. An alle, die sagen "wir brauchen keinen Gesellschaftsvertrag, wir vertrauen uns": Vertrauen hält bis zum ersten Euro. Danach zählt nur, was auf Papier steht.