Post by BG Unfallklinik Frankfurt
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Roboterassistierte Endoprothetik: Präzision ja – Autopilot nein. Wie viel Hightech steckt heute in einem künstlichen Kniegelenk? Und was bedeutet das konkret für Patientinnen und Patienten? Diese Fragen standen bei einer Präsentation zur roboterassistierten Endoprothetik an der BG Unfallklinik Frankfurt im Mittelpunkt – inklusive Live-Präsentation des Roboters. Das System wird seit Herbst 2025 regelmäßig an der BGU Frankfurt eingesetzt. Rund 180 Operationen wurden bislang mit roboterassistierter Unterstützung durchgeführt. Dr. med. Michael Kremer, Sektionsleiter des EndoProthetikZentrums der Maximalversorgung, ordnete die Technologie dabei sehr praxisnah ein: „Der Roboter unterstützt uns bei der Planung, Führung und Umsetzung. Aber die gesamte OP liegt weiterhin in der Hand des Operateurs.“ Genau darin liegt der entscheidende Punkt: Roboterassistierte Endoprothetik ersetzt keine chirurgische Erfahrung. Sie erweitert sie. Vor dem ersten Schnitt kann virtuell geplant werden, wie das Implantat später sitzen soll. Während des Eingriffs unterstützt das System dabei, diese Planung besonders präzise umzusetzen. Gerade feine Achskorrekturen im Bereich von einem Grad sind händisch kaum reproduzierbar. Das Ziel ist dabei nicht „mehr Technik um der Technik willen“, sondern eine möglichst patientenschonende Versorgung: weniger unnötige Veränderung an Weichteilen und Gelenkbändern, eine individuellere Ausrichtung und ein natürliches Gefühl im neuen Gelenk. Wichtig bleibt aber auch die ehrliche Einordnung: Nicht jede Patientin und jeder Patient profitiert gleichermaßen von einer roboterassistierten OP. Der Eingriff dauert in der Regel etwa 10 bis 15 Minuten länger, deshalb wird die Technologie dort eingesetzt, wo ein medizinischer Nutzen zu erwarten ist. Besonders profitieren können etwa jüngere und aktivere Patientinnen und Patienten mit höheren funktionellen Ansprüchen an ihr neues Gelenk – oder komplexe Fälle, die händisch nur schwer exakt zu operieren sind. Dr. Kremer brachte es auf den Punkt: Ein erfahrener Endoprothetiker kann auch ohne Roboter eine sehr gute Prothese implantieren. Aber der Roboter kann helfen, Planung und Umsetzung noch präziser, reproduzierbarer und individueller zu machen. Für Patientinnen und Patienten zählt am Ende nicht die Technik allein, sondern das Ergebnis: weniger Schmerzen, mehr Beweglichkeit, mehr Sicherheit im Alltag – und ein Gelenk, das sich möglichst natürlich anfühlt. #Endoprothetik #Knieprothese #Hüftprothese #RobotikInDerMedizin #Orthopädie #Unfallchirurgie #Patientenversorgung #Medizintechnik #BGKliniken #Robodoc