Post by German Dermatologists Association
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Neue Einblicke in granulomatöse Hauterkrankungen: Granulome sind eine Abwehrreaktion: Makrophagen kapseln schwer eliminierbare Fremdstoffe ab. Bei nicht-infektiösen, chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen können Granulome jedoch auch ohne erkennbare Fremdstoffe entstehen. Was diese Reaktion auslöst, ist bisher unbekannt. Daher gibt es auch keine kausale Therapie. Ein internationales Forschungsteam um Prof. Mario Fabri am Universitätsklinikum Jena und der Uniklinik Köln hat zentrale immunologische und biochemische Prozesse bei Granuloma annulare und kutaner Sarkoidose analysiert. Im Fokus: die Interferon‑γ‑getriebene Makrophagenaktivierung. Das kam dabei heraus: 🔹 Interferon‑γ forciert in Makrophagen die Zellatmung 🔹 GBP1 ist ein zentrales Glied innerhalb einer STAT1/ETC/GBP1‑Achse in Makrophagen 🔹 In Gewebekulturen aus Patient:innenproben konnte eine GBP1-Hemmung die Granulombildung reduzieren; gleicher Effekt durch Metformin (Eingriff in die Atmungskette) 🔹 Die Daten stützen frühe klinische Studien, die JAK‑Inhibitoren zur Hemmung von Interferon‑γ‑Signalen einsetzen 🔹 Insgesamt: neue potenzielle therapeutische Angriffspunkte für granulomatöse Hauterkrankungen Originalpublikation: Manuel Huerta Arana & Henning Klapproth et al. A STAT1/ETC/GBP1 axis represents a potential therapeutic target for non-communicable granulomatous skin disease, Science Advances, 29 May 2026, https://lnkd.in/ejWGyKAN Quelle: Universitätsklinikum Jena