Post by Bernhard Müller-Härlin

Senior Manager Sicherheit und Verteidigung / Security and Defence at ZVEI e. V. / Germany‘s Electro and Digital Industry

„Kein Sprint, kein Marathon – sondern ein 10.000‑Meter‑Lauf.“ So hat Udo Hoffmann gestern bei Zukunft.DEFENCE den Einstieg in den Sicherheits- und Verteidigungsmarkt beschrieben – und damit den Kern der Diskussion getroffen. Denn für viele Unternehmen der zivilen Industrie ist dieser Schritt längst keine abstrakte Überlegung mehr. Er ist eine reale strategische Option – und zugleich eine anspruchsvolle Aufgabe. Wer in diesen Markt eintreten will, muss Bedarfe, eigene Kompetenzen, regulatorische Anforderungen und geeignete Partner klar einordnen. Besonders hängen geblieben sind mir vier Impulse: Prof. Dr. Stefan Froehlich hat eindrücklich beschrieben, wie stark sich die globale Lage verändert hat: mehr Instabilität, mehr Machtverschiebungen, mehr strategischer Druck auf Europa. Sein Punkt: Europa muss mehr Verantwortung übernehmen – und darf nicht darauf hoffen, dass sich die Dinge schon irgendwie fügen. Seine Handlungsempfehlung: "Hope for the best, prepare for the worst." Udo Hoffmann hat genau das in die unternehmerische Perspektive übersetzt: sichtbar werden, Durchhaltevermögen zeigen, Partnerschaften suchen – und vor allem den langen Atem mitbringen, den dieser Markt erfordert. Am Beispiel von Jan H. wurde deutlich, dass auch Mittelständler den Sprung in den Defence‑Markt schaffen können – wenn sie bereit sind, Produkte, Prozesse und Kundenzugang konsequent weiterzuentwickeln. Und Prof. Dr. Thomas Klindt hat klar gemacht: Der Markt für Sicherheit und Verteidigung ist regulatorisch kein normaler Markt. Wer ihn erschließen will, muss sich früh mit Exportkontrollrecht, Investitionsprüfung und Sanktionsrecht auseinandersetzen – nicht erst dann, wenn Entscheidungen bereits getroffen sind. Mein Fazit: Der Bedarf an Orientierung ist groß. Genau hier setzt der ZVEI e. V. mit der Plattform Sicherheit und Verteidigung an – mit Einordnung, Sichtbarkeit und Vernetzung für Unternehmen, die einen Beitrag zu Sicherheit, Resilienz und Verteidigungsfähigkeit leisten. Vielen Dank an alle Beteiligten für den offenen und substanziellen Austausch! Kilian Mueller griephan Rheinische Post Mediengruppe Manuel Bosch Nadine Wydra Eva-Maria Winteroll Stefan Oermann #ZukunftDEFENCE #Verteidigung #RampUp #Resilienz #Lieferketten

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