Post by Be:Lateral

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Das Schlimmste, was einer Destination passieren kann? Wenn die eigene Bevölkerung innerlich längst ausgestiegen ist. Viele Regionen zeigen „das Leben vor Ort“ mit Marktständen, Weinfesten und gut gelaunten Einheimischen, aber im Alltag fühlen sich viele eher bespielt als einbezogen. Man taucht beispielhaft in Bildern und Kampagnen auf, hat aber wenig Mitspracherecht, wenn es um die Zukunft des eigenen Ortes geht. Die Folge: Nach außen glänzende Auftritte, nach innen genervte Kommentare. Beschwerden über Besucherströme, Widerstand gegen neue Projekte, Schulterzucken bei vermeintlich großen Markenideen. Der Ort wirkt auf Plakaten stimmig, aber im Gespräch am Stammtisch nicht. Dabei liegt hier eine der größten Chancen. Menschen, die wirklich hier leben, wissen genau, was ihren Ort ausmacht, was nicht passt und welche Geschichten sich echt anfühlen. Wenn man sie früh und ernsthaft ins Gespräch holt, entsteht etwas, das kein Motiv ersetzen kann: echtes Mittragen. Für uns beginnt gutes Destinationsmarketing deshalb nicht mit der nächsten Bildwelt, sondern mit einer einfachen Frage: Erkennen sich die Menschen vor Ort darin wieder und erzählen sie diese Geschichte weiter? Erst wenn Einwohnende sagen können „Ja, das sind wir“, wird aus einem Reiseziel ein Lebensraum. #be:lateral #destinationenimwandel

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