Post by Bastian Elsner

Lina’s brother | CEO at Elsner Elektronik | Sensors that protect. KNX and weather sensing for smart buildings. | KNX Executive Board

Als wir den Windancer mit dem Schalen-Anemometer rausgebracht haben, kam tatsächlich die Frage: Macht Elsner Elektronik GmbH jetzt eine Wetterstation mit beweglichen Teilen? Ja. Bewusst. Das Schalen-Anemometer ist bewährt, robust, und für viele Projekte genau richtig: wenn Wind auf die Station trifft, dreht sich das Rad und der Messwert kommt. Bei vielen freistehenden Ein- oder Mehrfamilienhäusern ist das der typische Fall. Für diesen Anwendungsfall braucht es nicht mehr. Aber das Messprinzip hat seine physikalischen Grenzen. Aufwinde, Verwirbelungen, Hanglagen, mehrgeschossige Gebäude, Wintergärten. Dort dürfte ein Schalen-Anemometer nicht mehr vollständig erfassen, was an der Fassade passiert. Das ist keine Schwäche des Geräts, das ist die Natur des Verfahrens. Für diese Projekte bietet sich die elektronische Windmessung an: ein beheizter Sensor, der Luftbewegung erkennt, egal woher sie kommt. Aufwinde, Richtungswechsel, Verwirbelungen. Keine beweglichen Teile, keine bevorzugte Messrichtung. Für große Objekte mit mehreren Fassaden bietet sich die Ultraschall-Windmessung an: Geschwindigkeit und Richtung gleichzeitig, zentral auf dem Dach. Aufwinde erfasst sie allerdings ebenfalls nicht. Bei zentraler Dachmontage spielt das in der Regel eine untergeordnete Rolle. An sehr hohen Fassaden kann ein zusätzlicher lokaler Sensor sinnvoll sein. Drei Verfahren. Drei Projekttypen. Für jeden gibt es die passende Lösung. Die Frage ist nur, ob man sie alle anbieten kann. Wer das nicht kann, tut gut daran, die Frage nach dem richtigen Verfahren lieber nicht zu laut zu stellen. Kennst du den Windancer 2.0 KNX sec schon? Link im ersten Kommentar.

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