Post by Attila Gerhäuser
Hauptgeschäftsführer Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie e.V. / Managing Director
Während wir in Deutschland über Klimaanlagen diskutieren, lohnt sich ein Blick auf jahrhundertealte Bauprinzipien. Der Tagesschau-Beitrag über die “bioklimatische Architektur” in Afrika zeigt eindrucksvoll, wie traditionelle Bauweisen mit natürlichen Materialien und intelligenter Gebäudegestaltung selbst unter extremen Temperaturen für ein angenehmes Raumklima sorgen. Gerade an diesen außergewöhnlich heißen Tagen wird deutlich: Sommerlicher Wärmeschutz wird zu einer der entscheidenden Anforderungen an das Bauen der Zukunft – auch in Mittel- und Nordeuropa. Dabei müssen wir das Rad nicht neu erfinden. Seit Jahrhunderten setzen wir in Europa auf massive Bauweisen mit Ziegel und Lehm. Dank ihrer hohen Wärmespeicherfähigkeit nehmen sie die Hitze des Tages auf, verzögern den Wärmeeintrag und sorgen dafür, dass Innenräume deutlich länger angenehm kühl bleiben. Das reduziert den Bedarf an energieintensiver Klimatisierung und erhöht gleichzeitig den Wohnkomfort. Was früher oft als “traditionell” galt, erweist sich heute als hochmodern. Die Anpassung an den Klimawandel bedeutet nicht nur, Gebäude energieeffizient zu beheizen – sondern auch, sie gegen zunehmende Hitze resilient zu machen. Vielleicht sollten wir bei der Frage, wie wir künftig bauen, nicht nur nach vorne schauen, sondern auch wieder stärker auf das Wissen setzen, das sich über Jahrhunderte bewährt hat. Ziegel und Lehm gehören zu diesen bewährten Antworten. #SommerlicherWärmeschutz #Klimaanpassung #Ziegel #Lehm #Massivbau #NachhaltigesBauen #Bauwende #Baukultur #Resilienz #Architektur Thomas Bader GIMA GIRNGHUBER GmbH Johannes Edmüller Richard Lemke https://lnkd.in/dx39n5Kg