Post by Antonio Rizzo

Architekt & Projektentwickler | Wohnbau · Holzbau · Modulbau | Projektmanagement | 20 Jahre Erfahrung

170 Wohnungen. Genehmigt. Sofort realisierbar. Hinter diesem Projekt in Villach-Oberwollanig stehen unzählige Stunden Arbeit: Städtebau, Architektur, Abstimmungen mit Behörden, Optimierung der Wirtschaftlichkeit und schließlich die Baubewilligung. Der Planungsprozess ist abgeschlossen. Jetzt beginnt eigentlich der spannendste Teil: Aus einem Projekt Realität werden zu lassen. In den letzten Jahren habe ich mich immer wieder gefragt: Warum endet die Rolle des Architekten so oft mit der Baugenehmigung? Gerade bei größeren Entwicklungen beschäftigt sich der Architekt intensiv mit Standortanalyse, Nutzungskonzepten, Kosten, Vermarktungspotenzial und langfristiger Entwicklung. Er kennt das Projekt oft besser als jeder andere. Trotzdem wird die architektonische Kompetenz in der nächsten Phase – der wirtschaftlichen Entwicklung, Vermarktung oder Investorensuche – häufig kaum mehr genutzt. Dabei könnte genau diese enge Zusammenarbeit zusätzlichen Mehrwert schaffen. Mich interessiert eure Meinung: Sollte der Architekt bei größeren Projektentwicklungen stärker in den wirtschaftlichen und strategischen Prozess eingebunden werden – oder ist die klassische Rollenverteilung nach wie vor die richtige? Ich freue mich auf eure Erfahrungen und Sichtweisen.

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