Post by Ansgar Käter
Vorstandsvorsitzender bei VerbundVolksbank OWL eG | Genossenschaftler aus Überzeugung
82. Jahrestag des 20. Juli 1944 Ein Aktenkoffer unter einem Kartentisch. Eine Bombe mit Zeitzünder. Und ein Mann, der wusste, dass er sein Leben aufs Spiel setzt – für ein Deutschland ohne Hitler. Heute vor 82 Jahren unternahm Claus Schenk Graf von Stauffenberg gemeinsam mit anderen Widerstandskämpfern den Versuch, Adolf Hitler zu töten und die nationalsozialistische Diktatur zu beenden. Das Attentat in der „Wolfsschanze” scheiterte, der anschließende Umsturzversuch ebenso. Stauffenberg und mehrere Mitverschwörer wurden noch in derselben Nacht erschossen, Hunderte weitere Beteiligte in den folgenden Monaten verhaftet, gefoltert und hingerichtet. Der 20. Juli 1944 steht stellvertretend für einen größeren Kreis von Menschen aus Militär, Politik, Kirche und Zivilgesellschaft, die unter Lebensgefahr gegen das NS-Regime aufbegehrten – oft aus sehr unterschiedlichen Motiven, aber mit demselben Ziel: dem Ende von Terror, Krieg und Verbrechen. Ihr Handeln war nicht ohne Widersprüche und wird bis heute historisch differenziert diskutiert. Doch es bleibt ein zentrales Beispiel und Symbol dafür, dass es auch in einem totalitären System Menschen gab, die bereit waren, Verantwortung zu übernehmen und für ihre Überzeugung das Äußerste zu riskieren. An einem Tag wie diesem lohnt es sich, innezuhalten und daran zu erinnern, wie zerbrechlich Freiheit und Rechtsstaatlichkeit sein können – und wie wichtig es ist, für sie einzutreten, bevor es zu spät ist. #20Juli1944 #Erinnerungskultur #Zeitgeschichte #Widerstand #Demokratie