Post by Anna Sänger

Key-Note Speakerin & Beraterin für die Metallbranche |+70.000 Follower | Ich helfe euch sichtbar zu werden & Fachkräfte zu gewinnen | Ex-Unternehmensberaterin | Schweißerin & Gründerin mit 8+ Jahren Erfahrung im Handwerk

Ich habe das erste mal geschmiedet. Und das mit niemand Geringerem als DEM Schmied des Kölner Doms. Allein dieser Satz fühlt sich für mich echt absurd an. Ehrlich gesagt hatte ich Schmieden immer als ein kleines, fast schon romantisches Handwerk im Kopf. Bis ich letzten Samstag zum Sensenhammer nach Leverkusen gefahren bin. Diese Kulisse ist unglaublich. Riesige historische Hämmer und das Verrückteste: Alle Maschinen funktioniert bis heute. Früher wurden hier nicht einzelne Kunstobjekte gefertigt, sondern Sensen und Sicheln industriell produziert und von Leverkusen aus in die ganze Welt verschickt. Quasi Arbeit am „Fließband“! Das zeigt, wie innovativ und leistungsfähig dieses Handwerk schon vor über 100 Jahren war. Und mittendrin durfte ich von dem Schmied des Kölner Doms lernen. Wir haben gemeinsam eine kleine Schnecke geschmiedet. Dabei habe ich schnell gemerkt: Schmieden hat erstaunlich wenig mit Kraft zu tun. Viel wichtiger sind Gefühl, Rhythmus und das richtige Timing. Jeder Schlag verändert das Material. Jeder Fehler bleibt sichtbar. Thomas hat mich zum Abschied noch in die Dom-Werkstatt eingeladen. Als Schmied am Kölner Dom arbeitet er an einem der beeindruckendsten Bauwerke Deutschlands und ich frage mich seitdem: Wie sieht so ein Arbeitsalltag eigentlich aus? Wenn ihr einen Blick hinter die Kulissen werfen möchtet, schreibt es in die Kommentare. Dann packe ich die Kamera ein und besuche Thomas in seiner Werkstatt.

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