Post by Anikó Thomas
Referentin- Ensemble OPUS 45 | Projektkoordination & Öffentlichkeitsarbeit
Roman Knižka kehrt mit einem eindrucksvollen literarisch-musikalischen Programm in seine Heimatstadt zurück. Gemeinsam mit dem Ensemble OPUS 45 präsentiert er unter dem Titel „Ich hatte einst ein schönes Vaterland …“ eine bewegende Annäherung an die deutsch-jüdische Geschichte. Seit dem 18. Jahrhundert haben jüdische Persönlichkeiten das öffentliche Leben in Deutschland maßgeblich geprägt – in Wissenschaft, Kunst und Kultur ebenso wie in vielen weiteren Bereichen. Zugleich ist diese Geschichte von tiefen Spannungen gekennzeichnet: Phasen kultureller Blüte und des fruchtbaren Austauschs stehen neben Ausgrenzung, Antisemitismus und Gewalt. Das Programm zeichnet diese historischen Brüche eindringlich nach – von der Blütezeit im 19. Jahrhundert über die Zeit der Verfolgung bis hin zu den Spuren jüdischen Lebens in der Gegenwart. Texte und Musik lassen bedeutende Stimmen zu Wort kommen, darunter Heinrich Heine, Victor Klemperer, Felix Mendelssohn Bartholdy und Pavel Haas. Beiträge der Dramatikerin Sasha Marianna Salzmann schlagen dabei eine eindrucksvolle Brücke in die Gegenwart. So entsteht ein facettenreiches und berührendes Panorama jüdischen Lebens in Deutschland – ein Abend, der Geschichte lebendig macht und zugleich aktuelle Perspektiven eröffnet. Mehr Informationen unter: „Ich hatte einst ein schönes Vaterland …“ | Tacheles 2026 Der Eintritt ist frei.