Post by Angela Grimmer

Start-up Mentor | Entrepreneur | Ex-Co-founder & CFO sustainable DeepTech Start-up | Circular Economy

💡 Wenn nur rund 10 % wissenschaftlicher Erkenntnisse ihren Weg in die Anwendung finden, liegt das Problem nicht in der Forschung. Als Mentorin der MPF Start-up Initiative - Dedicated to Max Planck Start-ups arbeite ich mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an der Frage, wie aus exzellenter Forschung tragfähige Ausgründungen entstehen. Umso mehr habe ich mich gefreut, Dr. Iris Mencke und Tim Schulte von BrightSync, einem äußerst vielversprechenden Gründungsprojekt, hier wiederzutreffen. Im Panel zu „Innovations- und Transfernetzwerke im Wandel“ mit Nora Hesse (Niedersachsen.next) und Christiane Bach-Kaienburg (TransferAllianz e.V.) wurde klar: Viele der strukturellen Herausforderungen im Technologietransfer sind seit Jahren bekannt – die Umsetzung bleibt die eigentliche Hürde. 📊 Zentrale Beobachtungen aus der Diskussion: ➡️ Deutschland ist in vielen Forschungsfeldern Weltspitze – dennoch schaffen es nur wenige Ergebnisse in die Anwendung oder in erfolgreiche Gründungen. ➡️ Transfer ist an vielen Forschungseinrichtungen weiterhin weniger priorisiert als klassische Forschungsleistungen und Publikationen. ➡️ Es fehlen häufig einheitliche Kennzahlen, um Transfer- und Gründungserfolge institutionenübergreifend vergleichbar zu machen. ➡️ Stabile Netzwerke und langfristige Strukturen sind entscheidend – werden aber durch projektbasierte Finanzierung und hohe Fluktuation im Transferbereich erschwert. Besonders hängen geblieben ist die Einordnung, dass sich an der niedrigen Transferquote seit vielen Jahren strukturell wenig verändert hat – obwohl das Problem bekannt ist. Gleichzeitig wurde deutlich: 🌍Erfolgreiche Innovationsökosysteme messen stärker über Impact, Umsetzung und Marktwirkung als über reine Output-Kennzahlen. 🚀 Ein weiterer zentraler Punkt: Wer mehr wissenschaftsbasierte Startups möchte, muss deutlich früher ansetzen. 👉 Sensibilisierung für Unternehmertum und Transfer ist der eigentliche Funnel-Faktor. 💶 Ergänzend dazu hat mich der Austausch mit Alf Arnold (Geschäftsführer Business Angels Deutschland e.V. (BAND)) sehr gefreut: Gerade bei Deep-Tech- und Forschungs-Spin-offs bleibt der Zugang zu Frühphasenfinanzierung ein entscheidender Engpass. 🔎 Mein Fazit nach #IK26: Exzellenz in der Forschung ist nicht das Problem. Die Herausforderung liegt in den Strukturen dazwischen: ➡️ Transfer ermöglichen ➡️ Gründungen systematisch vorbereiten ➡️ Finanzierung in der Frühphase stärken ➡️ Netzwerke langfristig stabilisieren Denn: Der Weg vom Labor in den Markt sollte nicht die Ausnahme bleiben – sondern deutlich häufiger Realität werden. 🙏 Vielen Dank an futureSAX - die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen für die Organisation sowie an meine Gesprächspartner: Uwe Seidel, Thomas Graichen, Jörg Kaufmann-Herzog, Christoph Alt, Philipp Neuber, Dirk Viertel, Malte Ziegenhagen, Marion Mattern, Andre Uhlmann, Markus Braun, Franziska Böhler, Robin Schubert, Benjamin Hiller, u.v.m.

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