Post by Angela Biermann
Senior HR Business Partner | Change Management | Transformation | Employee & Works Council Relations
„Ich weiß, viele Führungskräfte übernehmen Ziele von oben – und wundern sich unten über fehlende Motivation.“ Dabei beginnt das Problem genau dort. In der Praxis sehe ich es immer wieder: Ziele werden von oben nach unten runtergebrochen. Sauber im Prozess. Aber selten auf die Person zugeschnitten. Das Ergebnis? Mitarbeitende erkennen keinen Bezug zu ihrer täglichen Arbeit. Sie sehen ihren eigenen Einflussbereich nicht. Und fragen sich insgeheim: „Was genau kann ich hier eigentlich steuern?“ Hinzu kommt: Viele dieser Ziele sind nicht SMART. Nicht klar formuliert. Nicht messbar. Und damit am Ende nicht objektiv beurteilbar. So entstehen zwei Effekte, die wir eigentlich vermeiden wollen: Ziele motivieren nicht, sie wirken fremdbestimmt. Performance wird bewertet, ohne fair vergleichbar zu sein. Ein gutes Ziel verbindet drei Dinge: → strategische Richtung von oben → den konkreten Einflussbereich der Person → klare Kriterien, anhand derer Fortschritt sichtbar wird Alles andere ist kein Führungsinstrument – sondern reine Verwaltung. Die ehrliche Frage ist nicht: „Haben wir die Ziele sauber heruntergebrochen?“ Sondern: „Kann die Person konkret sagen, wie sie dieses Ziel beeinflusst – und woran Erfolg gemessen wird?“ Frage: Wie oft erlebst du Ziele, die gut gemeint sind – aber keinen echten Bezug zur eigenen Tätigkeit haben? (Führungskultur 2/5) #Führungskultur #Leadership #Ziele #PersönlicheEntwicklung