Post by Andrea Krassnig

Persönlichkeits- und Organisationsentwicklerin bei Andrea Krassnig

Reden wir über den Text "Was wir tragen" von Lena Schätte. Sie hat damit sowohl den Publikums- als auch den Bachmannpreis 2026 gewonnen. Beim Zuhören und beim Nachlesen des Textes sehe ich viele meiner Kundinnen und Kunden vor mir. Ich spüre ihre Schmerzen, sehe ihre Vergangenheit und lese ihre Erinnerungen an ihren Körperhaltungen ab. Ich nehme wahr, wie schwer es manchen fällt, die eigenen Fähigkeiten und Stärken zu verbalisieren oder stolz auf sich selbst zu sein. Und ich bin nach so vielen Jahren an Erfahrung als Systematische Coachin und Kommunikationstrainerin nicht mehr verwundert, dass das Sprechen über "Fehler", Fehlleistungen", "Fehlverhalten" oder "mein schreckliches Aussehen" leichter fällt als Selbstliebe. Ich nehme wahr, wie sich Führungskräfte und Mitarbeiter:innen nach Wertschätzung und Anerkennung sehnen. Und ich nehme wahr, wie schwer es Menschen fällt, sich selbst und anderen genau das zu geben. "Was wir tragen" ist eine wunderbare Geschichte. Sie erzählt auch über das Gelingen, über eine echte Freundschaft, über das "Leben im Moment", über Weiterentwicklung und darüber, wie jemand sich selbst im Blick behält und handlungsfähig bleibt. "Später im Bett liege ich zufrieden da und schlafe bald ein. Spare mir die Idee auf." Lesen und/oder hören Sie rein. Mich inspiriert sowohl die Lebensgeschichte von Lena Schätte als auch der Text "Was wir tragen". https://lnkd.in/dBKWfwSW

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