Post by André Schmincke
Leiter Unternehmenskommunikation / Marketing; M.A., MBA
Die Idee zu SHALOM.BERLIN jährt sich erstmalig Mitte Juli; den Webshop gibt’s seit Mitte September. Zeit für ein kleines Update darüber, wie sich Brand Building für eine Marke mit spitzer Zielgruppe in gesellschaftlich und politisch aufgeheizter Zeit anfühlt. Vorweg: Es macht immer noch unglaublich viel Spaß. Das Feedback reicht von: „Schöne Idee, aber vielleicht der falsche Zeitpunkt für deine Shirts.“ über „Warum machst du das? Du bist doch gar nicht jüdisch?“ bis hin zu „Wie geil ist das denn bitte?“ oder „Ich finde alles daran gut. Machen Sie bitte weiter so.“ – aus prominentem Munde. Das erste Jahr hat vor allem eines bestätigt: Brand Building ist Community Building. Die vielen wertschätzenden Gespräche mit Besuchern unseres Pop-up-Stands auf dem „Koscheren Streetfood Festival“ der Jüdischen Gemeinde zu Berlin im Hof der Neuen Synagoge Ende Juni haben mir das noch einmal deutlich gezeigt. Was für eine tolle Gelegenheit, so viele Unterstützer, Freunde und Neugierige zu treffen. Danke, dass wir dabei sein durften. Und weil die Kamera der Jüdischen Allgemeinen wieder weg war, bevor ich mein 20-Sekunden-Statement loswerden konnte, hier die Kurzfassung: „SHALOM.BERLIN bringt deutsche Begriffe jiddischen Ursprungs auf T-Shirts. Viele Menschen benutzen Wörter wie SCHLAMASSEL, CHUZPE oder MALOCHER, ohne zu wissen, dass sie aus dem Jiddischen stammen. Wir machen diese sprachliche und kulturelle Verbindung sichtbar. Denn jüdisches Leben gehört seit Jahrhunderten zu Deutschland.“ Wer ein SHALOM.BERLIN-Shirt trägt, trägt für mich dazu bei, jüdische Kultur im Alltag sichtbar zu machen. Und wo jüdisches Leben selbstverständlich sichtbar ist, hat Antisemitismus hoffentlich ein Stück weniger Raum. Passend dazu liegt inzwischen jedem Shirt neben unseren eigenen Stickern auch noch ein ganz eindeutiger Sticker von Verena Kayser-Eichberg und Guy Katz🛩️ bei. Wer nur diesen Sticker möchte: Knapp 10.000 liegen jetzt bei Levy’s Contor in den Hackeschen Höfen, direkt neben den Shirts. Bedient euch! Der Prozess der Markenbildung endet bekanntlich nie. SHALOM.BERLIN ist auf einem guten Weg und die Community wächst. Aus der Idee von vor elf Monaten sind der Webshop, kleinere Kooperationen, der stationäre Vertrieb bei Levy’s Contor, ein Pop-up-Stand und sehr viele wertvolle Begegnungen geworden. Und aus genau diesen entstehen bereits die nächsten Kooperationen. Jetzt fehlt eigentlich nur noch der „Ed-Hardy-Moment“. 😉 Bei guten Ideen oder Anfragen: DM. Bis dahin gilt weiterhin: don’t be a SCHMOCK. be a MENSCH.