Post by Amprion GmbH
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Sommerpause in Berlin, doch in Brüssel geht’s weiter: Die europäischen Rahmenbedingungen prägen unsere Arbeit als Übertragungsnetzbetreiber. Daher blicken wir mit Spannung wir auf den 17. Juli. 🔎 An diesem Tag wird die EU-Kommission neue Vorgaben zu den Themen Netzentgelten, europäisches Emissionshandelsystem (ETS-Review) und Elektrifizierungsanreizen veröffentlichen. Eine Angleichung der Netzentgelt-Systematik kann sinnvoll sein, bringt jedoch auch neue bürokratische Hürden und zusätzliche Administrationsarbeit mit sich. Die geplanten Effizienzvergleiche durch ACER sehen wir kritisch und verweisen, wie auch der Großteil der Mitgliedstaaten, auf die vom EuGH festgelegten Unabhängigkeit der nationalen Regulierungsbehörden. Für eine robuste, langfristige Systemplanung – nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa – setzen wir auf die wesentlichen Säulen: 🔗 Sektorenkopplung und Technologiemix Die Elektrifizierung bleibt der wichtigste Hebel für die Dekarbonisierung. Gleichzeitig wird die Energiewende ohne Wasserstoff und andere Energieträger nicht gelingen. Für eine verlässliche Netzplanung brauchen Strom- und Gasnetzbetreiber klare und langfristige Perspektiven, z.B. durch die neue EU-Wasserstoff-Strategie. 📈 Weitblick statt ein zentrales Szenario Die Zukunft des Energiesystems ist zu komplex für ein einziges Szenario. So schildern wir das auch im NEP. Um belastbare Investitionsentscheidungen treffen zu können, benötigen wir auch im EU-Umfeld verschiedene Entwicklungspfade. 🔋 Systemdienlichkeit von Speichern Die Zahl der Netzanschlussanfragen für Batteriespeicher ist hoch – im Vergleich: sie entspricht bereits heute der Kapazität laufender Kohle- und Gaskraftwerke. Entscheidend ist aber, dass die Speicher aktiv zur Netzstabilität beitragen müssen, um zusätzliche Netzengpässe zu vermeiden. Dafür braucht es kluge, systemdienliche Rahmenbedingungen. Diese Punkte haben wir heute auch in den europäischen Diskurs eingebracht, denn wir durften den Europa-Abgeordneten Jens Geier in unserer Zentrale zum Austausch begrüßen. Ein Beispiel für die wichtige Zusammenarbeit aller Akteure: Denn die Transformation unseres Energiesystems gelingt nur, wenn Politik, Regulierung und Praxis gemeinsam an zukunftsfähigen Lösungen arbeiten. 🤝