Post by Amelie Hansel

Founder & Content Creator | UGC | Podcast Host „Pace Please” | BayFiD & Stoff im Kopf-Talent

In meiner Rolle als Gründerin gehe ich aktuell zu 100 % auf. Ist deswegen immer alles toll dabei? Sicher nicht, aber genau das macht die Lernkurve so steil. 👩‍🏫 Seit über einem Jahr arbeite ich an unserer Sportsockenmarke RCKTCRW 🚀 Neben den Erfolgserlebnissen gibt es auch Momente, die gar nicht mal easy sind. Meine knallhart ehrlichen „Flop 3“: (Anzeige) - Kolleg*innen vor Ort & Büro: Ehemalige Kolleg*innen - ich vermisse euch! Hab's bis zuletzt geliebt, ins Büro zu gehen. RCKTCRW haben wir zwar zu 3. gegründet, wir haben aber unterschiedliche Arbeitsweisen und wohnen weit auseinander. Heißt: einen Büroalltag gibt es nicht. Bei meiner Selbstständigkeit im Bereich Social Media bin ich ohnehin allein. Die Zusammenarbeit in Person vermisse ich. Dafür arbeite ich häufig in Cafés und Coworking Spaces und lerne immer wieder neue Leute kennen. Die tiefe Bindung, die man bekommt, wenn man gemeinsam, am besten vor Ort, täglich zusammen an einem Projekt arbeitet, ersetzt das allerdings nicht. Was nicht ist, kann aber ja noch werden. - Gehalt & Buchhaltung: Kommt nicht unerwartet, oder? Ich habe für mich gemerkt, dass es mich im Moment viel mehr reizt, erfolgsabhängig Geld zu verdienen. Das pusht mich, Gas zu geben. Gleichzeitig würde ich, gegen ganz bequem jeden Monat Geld auf das Konto bezahlt zu bekommen, nicht nein sagen. Unabhängig davon, wie der Monat lief, ob ich Urlaub hatte, ohne erst aktiv Rechnungen zu stellen, Umsatzsteuervoranmeldungen zu machen und was alles dazugehört. Ich geb's ja zu 😉 Ist aber auch eine Art der Erdung: Ich sehe monatliche Gehaltszahlungen nicht mehr als selbstverständlich und werde es wieder umso mehr schätzen, wenn es wieder eine Regelmäßigkeit sein wird (ausbezahlt aus meiner eigenen Firma versteht sich). Zum Glück gibt es außerdem Tools wie sevdesk, die mir das Leben in Sachen Buchhaltung deutlich einfacher machen. - Und mit Abstand meine größte Challenge, quasi mein "Top-Flop" bisher: Abhängigkeiten zu Lieferanten. Zeitlich und inhaltlich. Ich schicke Reminder, telefoniere hinterher - gegenüber großen Abnehmern haben wir als junges Startup meist wenig Hebel und müssen uns mit langen Lieferzeiten und höheren Stückpreisen etc. abfinden. Auch passieren häufig Fehler, Absprachen werden nicht eingehalten. Wir müssen sehr hinterher sein, sonst hat das direkt massive Auswirkungen und finanzielle Polster für Fehler gibt es eben noch keine großen. Brauche ich nicht schön reden, Textil ist auch wirklich ein raues Pflaster. Wir bauen uns starkes Wissen im Textilbereich auf und holen uns Expertise rein - aber welchen Experten glaubt man? Wie eine Coach letzte Woche so schön zu mir gesagt hat: "Du darfst an deiner Geduld arbeiten". Die Selbstständigkeit fühlt sich für mich, gerade als sehr risikoaffine Person, 100 % richtig an und ich bin stolz darauf. Das wäre mein 3-Jähriges ich wohl auch sehr. Aber wo Sonne ist, ist auch Schatten. ☀️ Was ist euer Top-Flop, egal ob selbstständig oder angestellt? 😉

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