Post by Lara Mönig

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Fehlerkultur — Fehlanzeige?! Ich äußere mich hier auf LinkedIn eigentlich weder politisch, noch zu sportlichen Themen. Und doch beschäftigt mich in den letzten Tagen ein Thema so intensiv, dass ich ein paar Worte dazu loswerden möchte. Jonathan Tah. Der verschossene Elfmeter. Und die Reaktionen darauf. Die Ausgangslage ist bekannt: Nach einem bestenfalls mittelmäßigen Spiel und einer fraglichen Schiedsrichterentscheidung steht Deutschland im Elfmeterschießen gegen Paraguay. Kapitän Kimmich sucht nach Schützen und was dann passiert, ist interessant. Mehrere Spieler, darunter erfahrene Leute wie Leon Goretzka, lehnen ab. Zu viel Verantwortung in dieser heiklen Situation? Zu viel Druck? Oder schon eine Vorahnung auf die öffentliche Reaktion im Falle eines Scheiterns? Jonathan Tah hingegen meldet sich freiwillig für den ersten Elfmeter in seiner Profi-Karriere. Er verschießt und ist unmittelbar einer Welle von Häme, Spott und, ja, auch Hass ausgesetzt. Die ganze Situation ist bezeichnend für die deutsche (Non-)Fehlerkultur, die uns überall begegnet: Im Job, im Privaten, in der Politik. Lieber machen wir gar nichts, einen Fehler zu begehen. Wer nichts wagt, der nichts verliert. Und es ist genau diese Einstellung, die uns träge, innovationsarm und sicher auch ein bisschen unglücklich macht. Long story short: Traut euch! Und unterstützt diejenigen, die mutig genug sind, auch mal einen Fehler zu begehen. 🤝

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