Post by Sarina Lucia Zemp
BLaw Studentin Universität Luzern | Studentische Hilfskraft
📱 Soll die Schweiz Instagram, TikTok & Co. regulieren? Diese Frage beschäftigt Gesellschaft und Politik weltweit. 🇪🇺 Die EU arbeitet bereits am zweiten Erlass zur Plattformregulierung. 🇺🇸 In den USA verurteilte ein kalifornisches Geschworenengericht Meta und YouTube im März 2026 in einem wegweisenden Urteil zu Schadenersatz – wegen der suchtfördernden Gestaltung ihrer Plattformen gegenüber Minderjährigen. 🇦🇺 Australien hat unter 16-Jährigen den Zugang zu den sozialen Medien verboten – mehrere EU-Mitgliedstaaten haben ähnliche Regelungen beschlossen oder geplant. Auch die Schweiz ist mitten in dieser Diskussion: Der Vorentwurf des Bundesgesetzes über Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen (VE-KomPG) wird derzeit parlamentarisch beraten. Noch letzte Woche hat der Ständerat mit 31 zu 11 Stimmen eine Motion von Andrea Gmür angenommen, die Plattformen zu konkreten Risikominderungsmassnahmen verpflichten will – anstatt sie lediglich zu einer Risikoanalyse zu verpflichten, wie dies der VE-KomPG derzeit vorsieht – sowie einen verstärkten Kinder- und Jugendschutz fordert. Genau diese Punkte greifen wir auch in unserem Beitrag kritisch auf. In der aktuellen Ausgabe der Schweizerischen Zeitschrift für Kartell- und Wettbewerbsrecht (SZKW) ordnen wir den Vorentwurf des VE-KomPG ein und beleuchten daneben weitere aktuelle Entwicklungen der Wirtschaftsregulierung. 📚 Besonders freut mich, dass dies meine erste juristische Publikation ist. Umso dankbarer bin ich, bereits so früh in meiner juristischen Laufbahn die Möglichkeit erhalten zu haben, an einem wissenschaftlichen Aufsatz mitzuwirken. Herzlichen Dank an Prof. Nicolas Diebold für das entgegengebrachte Vertrauen! Der Beitrag ist ab sofort über Schulthess Juristische Medien AG sowie Swisslex - Banque suisse de données juridiques SA verfügbar.