Post by Jonas Bernzen
Wege öffnen. Mobilität gestalten. Zukunft bewegen.
Heute wurden in Braunschweig drei neue Stolpersteine verlegt – drei Erinnerungen an mutige Leben: Mathias Theisen, Martha Riefenstahl und Walter Heise. Für Mathias Theisen habe ich die Patenschaft übernommen, damit seine Geschichte nicht vergessen wird. Theisen war Gewerkschafter, politisch engagiert – erst für die KPD, später für die SPD. Er setzte sich für soziale Gerechtigkeit und die Rechte der Arbeitenden ein – im Baugewerksbund und als Mitglied der Stadtverordnetenversammlung in Braunschweig. Am 25. März 1933 wurde er von der SS verhaftet, im Volksfreundhaus – dem damaligen SPD-Parteigebäude – schwer misshandelt und gefoltert. Am 10. April 1933 starb er im Krankenhaus an den Folgen dieser Gewalt. Ein früher politischer Mord – in den ersten Wochen des NS-Regimes. Der Stolperstein, der heute für ihn verlegt wurde, erinnert an einen Mann, der Haltung gezeigt hat. An jemanden, der nicht geschwiegen hat, als es gefährlich wurde – und dafür mit dem Leben bezahlt hat. Auch Martha Riefenstahl und Walter Heise haben unter dem NS-Regime schwer gelitten. Ihre Namen stehen heute – wie der von Mathias Theisen – stellvertretend für den Mut, das Leid und das Menschliche in unmenschlichen Zeiten. Drei Namen. Drei Biografien. Drei Leben, die nicht vergessen werden dürfen.