Graz
VIRTUAL VEHICLE entwickelt innovative Lösungen für die Mobilität der Zukunft: zuverlässige Simulationstechnologien, softwaredefinierte Systeme und datengetriebene Anwendungen. Der Fokus liegt auf der Optimierung von Test- und Validierungsprozessen in der Automobil- und Bahnindustrie sowie zunehmend in zukunftsweisenden Bereichen wie Energy, Maritime, Defense und Health Tech. Mit rund 280 Mitarbeiter:innen gilt das Unternehmen als zentraler Innovationsmotor und attraktiver Arbeitsplatz für qualifizierte Fachkräfte. SETLabs Research GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft von Virtual Vehicle und spezialisiert auf die Entwicklung von Software-Systemen und innovativen domänenübergreifenden Lösungen, die im Automobil- oder Bahnbereich Anwendung finden und auf Robotik, Logistik, Energie und Gesundheitswesen ausgedehnt werden. Die Vision ist es, domain-open Software Enabled Technologies voranzutreiben.
Siemens Healthineers mit Sitz in Kemnath/DE ist ein Hersteller von Medizintechnik und umfasst die Aktivitäten von Siemens AG in diesem Bereich. Der Schwerpunkt der Entwicklung und von Vertrieb liegt auf Produkten für die bildgebende Diagnostik und Therapie, Produkten für die in-Vitro Diagnostik, sowie Services in der Medizintechnik.
Im Rahmen einer langfristigen Forschungskooperation wird am Zentrum eine Dissertation zum Thema Electrothermal Cabling ermöglicht. Die wissenschaftliche Betreuung erfolgt durch universitäre Partnerinstitute. Für die Dissertation ist eine 50% Teilanstellung am Forschungszentrum Standort in Graz vorgesehen; das Projekt wird in enger Abstimmung mit den Standorten von Siemens Healthineers in Kemnath und am Forschungszentrum durchgeführt.
Dissertation „Signal Integrity Cabling“
Analyse kabelbasierter Multiphysik‑Effekte in Medizinprodukten
Aktive Medizinprodukte stellen hohe Anforderungen an Sicherheit, Zuverlässigkeit und regulatorische Konformität. Elektrische Kabelsysteme übernehmen dabei eine zentrale Rolle für Energieversorgung, Signalübertragung und Systemintegration. Obwohl sie häufig als passive Komponenten betrachtet werden, können Kabel durch elektromagnetische Wechselwirkungen, parasitäre Einkopplungen und physikalische Rückkopplungen maßgeblich das Verhalten und die Sicherheit eines Systems beeinflussen.
Unter realistischen Betriebsbedingungen, wie Dauerbetrieb, variierenden Lastprofilen und komplexen Einbausituationen, können Kabelsysteme zu einer entscheidenden Quelle für EMV‑Probleme, Signalstörungen und Instabilitäten werden. Im Zentrum steht dabei die Einkopplung parasitärer Ströme, die die Signalintegrität beeinträchtigen und Fehlfunktionen verursachen können.
Mit dem zunehmenden Einsatz bildgebender Verfahren sowie KI‑basierter Auswertesysteme, insbesondere in automatisierten und robotischen Anwendungen, steigen die Anforderungen an Datenraten, Bandbreiten und robuste Signalübertragung deutlich. Elektromagnetische Störungen können in diesem Kontext zu Systemabschaltungen während laufender Untersuchungen führen und stellen somit ein direktes Risiko für Funktionalität und Patientensicherheit dar.
Ziel dieser Dissertation ist die Entwicklung eines fundierten Verständnisses kabelinduzierter EMV‑ und Signalintegritätsphänomene. Dazu werden Simulation, Messung und Systemanalyse kombiniert, einschließlich der frühzeitigen Bewertung von Kabelrouting im digitalen Mock‑up sowie der gezielten Trennung von Power‑, Signal‑, Safety‑ und Bilddatenpfaden. Die Ergebnisse sollen direkt in die Entwicklung robuster und sicherer Medizinprodukte einfließen.
Forschungsfragen
Qualifikation
Das bieten wir
Das jährliche Mindestgehalt beträgt je nach Qualifikation und Einstufung EUR 45.783, - brutto (bei Vollzeitbeschäftigung). Eine Überzahlung ist möglich und richtet sich nach Qualifikation und der vorliegenden speziellen Erfahrung.
Ansprechperson: Dr. Martin Benedikt, [email protected], +43-(0)664 887 83 115