Katalysator- und Prozessentwicklung zur Wasserstofferzeugung aus Kunststoffabfällen mittels Aqueous Phase Reforming
Sie möchten mit Ihrer Promotion einen Beitrag zur nachhaltigen Energie- und Rohstoffwende leisten und an der Schnittstelle von Katalyse, Kunststoffrecycling und Wasserstofftechnologien forschen? Dann bietet diese Stelle ein hochaktuelles und interdisziplinäres Forschungsumfeld.
Die ausgeschriebene Promotion wird in enger Kooperation mit der Universität Siegen (Energieverfahrenstechnik, Jun.-Prof. Dr. Beine) durchgeführt. Der Dienstort ist Siegen. Gleichzeitig besteht eine enge wissenschaftliche Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Jülich, u. a. durch die Nutzung analytischer Infrastruktur, regelmäßige Projekttreffen und Vernetzungsmöglichkeiten vor Ort.
Im Zentrum des Promotionsprojekts steht die Entwicklung eines neuartigen katalytischen Prozesses zur Wasserstofferzeugung aus Kunststoffabfällen. Ausgangspunkt der Forschung ist hierbei zunächst das biobasierte Polymer Polylactid (PLA). Ziel ist die Kombination von katalytischer Depolymerisation und Aqueous Phase Reforming in einem integrierten Prozess. Durch diesen Ansatz soll ein nachhaltiger End-of-Life-Pfad für Kunststoffe erschlossen und gleichzeitig Wasserstoff als energiereicher Wertstoff gewonnen werden.
Aufgaben
- Entwicklung, Synthese und Optimierung heterogener Katalysatoren für das Aqueous Phase Reforming polymerer und oligomerer Substrate
- Untersuchung des katalytischen Recyclings von Polylactid (PLA) zur Wasserstofferzeugung
- Konzeption und Durchführung katalytischer Experimente in Batch-Hochdruckreaktoren
- Systematische Untersuchung des Einflusses von Katalysatorzusammensetzung und Reaktionsparametern auf Aktivität, Selektivität und Stabilität
- Umfassende Charakterisierung entwickelter Katalysatoren (z. B. N₂-Physisorption, TGA, XRD, FT-IR, UV-Vis, NMR, SEM/TEM und XPS)
- Analyse flüssiger und gasförmiger Reaktionsprodukte (z. B. HPLC, NMR, Gasanalytik)
- Enge Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Jülich, inklusive Nutzung dort verfügbarer analytischer Methoden und aktiver Vernetzung
- Auswertung, Dokumentation und Präsentation der Forschungsergebnisse in Form von Berichten, wissenschaftlichen Publikationen und auf (inter-)nationalen Konferenzen
- Unterstützung bei der Erstellung von Drittmittelanträgen
Ihr Profil
- Abgeschlossenes Hochschulstudium (Master) der Chemie, Technischen Chemie, Chemieingenieurwissenschaften, Verfahrenstechnik, Materialwissenschaften oder einer vergleichbaren Fachrichtung
- Starkes Interesse an heterogener Katalyse, nachhaltigen chemischen Prozessen und Kunststoffrecycling
- Erfahrung im selbstständigen experimentellen Arbeiten im chemischen Labor
- Kenntnisse in der Katalyse, Reaktionstechnik oder im Umgang mit Hochdrucksystemen sind von Vorteil
- Interesse an verschiedenen Methoden der Materialcharakterisierung
- Strukturierte, selbstständige und zugleich teamorientierte Arbeitsweise
- Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
Angebot
Wir arbeiten an hochaktuellen, gesellschaftlich relevanten Themen und bieten Ihnen die Möglichkeit, den Wandel aktiv mitzugestalten! Wir unterstützen Sie in Ihrer Arbeit durch:
- Promotion an der Schnittstelle von Chemie und Verfahrenstechnik
- Umfassende Trainingsangebote und individuelle Möglichkeiten zur persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung (zum Beispiel im Rahmen des House of Young Talents an der Universität Siegen)
- Intensive wissenschaftliche Betreuung an der Universität Siegen sowie enge Einbindung in die Forschungsaktivitäten des Forschungszentrums Jülich
- Zugang zu einer exzellenten Forschungsinfrastruktur und modernen analytischen Methoden
- Teilnahme an nationalen und internationalen Fachkonferenzen
- Flexible Arbeitszeitmodelle und 30 Urlaubstage im Jahr
Wir bieten Ihnen eine spannende und abwechslungsreiche Aufgabe in einem internationalen und interdisziplinären Arbeitsumfeld. Die Position ist auf 3 Jahre befristet. Vergütung und Sozialleistungen erfolgen nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD-Bund, 75% FTE).