Hamburg, Hamburg, Germany
Matthias Günther, geboren 1963 in Kassel studiert Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim. Seit 1985 arbeitet er als Schauspieler und Regisseur in freien Theaterprojekten. Von 1993-97 ist er Dozent im Institut für Medien- und Theaterwissenschaft der Universität Hildesheim und arbeitet anschließend als Fachbereichsleiter Theater in der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel. Matthias Günther ist Gastdramaturg bei den Wiener Festwochen, den Salzburger Festspielen und dem Schauspielhaus Zürich. Von 1998 - 2006 ist er Schauspieldramaturg und Regisseur am Theater Basel. Er ist Moderator und Performer des legendären k!ub-Formats, einer Musik- und Performance-Reihe des Theater Basel. Von 2006 bis 2015 ist er Dramaturg an den Münchner Kammerspielen, wo er ab 2012 auch künstlerischer Leiter des Werkraumes der Münchner Kammerspiele ist und mit seiner mobilen Bühne „Hugo Ball-Bar“ in verschiedenen Kunstaustellungen auftritt. In München arbeitet er u.a. mit den Regisseuren Stefan Pucher, Luk Perceval, Johan Simons, René Pollesch, Stephan Kimmig und Andreas Kriegenburg zusammen. Von der Spielzeit 2015/16 bis Ende der Spielzeit 2024/25 ist er Dramaturg am Thalia Theater Hamburg. Es beginnt die Zusammenarbeit mit Antú Romero Nunes, Ersan Mondtag, Christopher Rüping und Charlotte Sprenger. Außerdem realisiert er eine Reihe neuer digitaler Projekte, wie die „Poesie-Ambulanz“, den „Schiller Walk“ und das „Theater der Lüfte“. Ab der Spielzeit 2025/26 ist er Dramaturg am SchauSpielHaus Hamburg.
Produktionsdramaturgien (Auswahl): 2015: Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht, Musik von Kurt Weill, Regie: Antú Romero Nunes 2015: Schnee von Orhan Pamuk, Regie: Ersan Mondtag (eingeladen Belgrad (SRB), BITEF 2017) 2016: Das Schloss nach Franz Kafka, Regie: Antú Romero Nunes 2016: Nathan die Weise nach Gotthold E. Lessing, Regie: Leonie Böhm (eingeladen Festival Radikal jung, Münchner Volkstheater 2017) 2017: Die Odyssee. Eine Irrfahrt nach Homer, Regie: Antú Romero Nunes (Produktion für Theater der Welt 2017, eingeladen Chile, Santiago, Festival International Santiago a Mil 2018 / eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2018 / eingeladen zum Theatertreffen in China 2019) 2017: Orestie von Aischylos, Regie: Ersan Mondtag (eingeladen zu den Wiener Festwochen 2018) 2018: Michael Kohlhaas. Eine deutsche Erregung nach Heinrich von Kleist, Regie: Antú Romero Nunes 2018: Panikherz von Benjamin von Stuckrad-Barre, Regie: Christopher Rüping 2019: Vor dem Fest von Saša Stanišić, Regie: Charlotte Sprenger 2020: Opening Night von John Cassavetes, Regie: Charlotte Sprenger / Open Air - Theater in Zeiten von Corona 2020: Ode an die Freiheit Kabale und Liebe / Maria Stuart / Wilhelm Tell nach Friedrich Schiller, Regie Antú Romero Nunes 2021: Die Politiker von Wolfram Lotz, Regie: Charlotte Sprenger / Ein Hybrid mit Live-Stream und Instagram-Account https://www.instagram.com/thaliapolitiker 2022: Hymnen an die Nacht - Ein Spektakel im Zentrum der Stadt 2022: Hotel Savoy von Joseph Roth / Regie Charlotte Sprenger 2023: Noch wach? von Benjamin von Stuckrad-Barre, Regie Christopher Rüping / Uraufführung 2025: Ajax und der Schwan der Scham von Christopher Rüping und Ensemble / Eingeladen Autorentheatertage DT Berlin 2025 Eigene Inszenierungen (Auswahl): 2018: Iran-Konferenz von Iwan Wyrypajew / Deutschsprachige Erstaufführung 2019: Mind the Gap von Raoul Schrott / Uraufführung 2022: Einhandsegeln von Christian Kortmann / Uraufführung
Diskursveranstaltungen (Auswahl): 2019: Hör zu, mein Freund! Veränderungen im Berufsfeld des Schauspielers. Diskussionen u.a. mit Edgar Selge, Roland Koch, Wiebke Puls, Jens Harzer und Peter Kümmel, Moderation: Matthias Günther 2022: Schreiben fürs Theater. Wolfram Lotz im Gespräch mit Matthias Günther 2023: Publikumsbegrüßung. Warum Theater - und für wen? 2024: Publikumsbegrüßung. Verantwortlichkeit der Politik Seit Sommer 2024 ist Matthias Günther Ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 2025 Das einzige Gefühl, das ich akzeptieren kann, ist Verzweiflung.” Am Akademietag, den 11. Juli 2025, erzählt Matthias Günther einige Begebenheiten, die sich in München Ende der 1960er Jahre abspielten. 31.10.2025 ein Festakt Dieter Dorn zu Ehren. 90. Geburtstag.
2006 – 2009 Intendant: Frank Baumbauer, Theater des Jahres 2009 2009 – 2010 Interim: Julia Lochte, Christiane Schneider, Siegfried Lederer. 2010 – 2015 Intendant: Johan Simons, Theater des Jahres 2013 Produktionsdramaturgien (Auswahl): 2007: Der Sturm von William Shakespeare, Regie: Stefan Pucher (eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2008). 2008: Troilus und Cressida von William Shakespeare, Regie: Luk Perceval (eingeladen zu den Wiener Festwochen 2008). 2008: Der Prozess von Franz Kafka, Regie: Andreas Kriegenburg (eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2009). 2009: Ping Pong D`Amour von René Pollesch, Regie: René Pollesch. 2009: Kleiner Mann, was nun? von Hans Fallada, Regie: Luk Perceval (eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2010) 2010: XY Beat von René Pollesch, Regie: René Pollesch 2010: Erfolg von Lion Feuchtwanger, monatlicher Lesemarathon in einer Fassung von Matthias Günther und Koen Tachelet, Regie: Johan Simons 2011: Mjunik Disco nach Texten von Rainald Goetz, Thomas Meinecke und Andreas Neumeister, Regie: Stefan Pucher 2012: Hotel Europa nach dem Roman „In Europa“ von Geert Mak. Ein Lesemarathon in einer Fassung von Matthias Günther Regie: Johan Simons (eingeladen zum Brandhaarden-Festival, Stadsschouwburg Amsterdam 2012) 2012: Die Strasse. Die Stadt. Der Überfall von Elfriede Jelinek, Regie: Johan Simons (eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2013, für ihre Darstellung der Shopping-Lady wurde Sandra Hüller zur Schauspielerin des Jahres 2013 gewählt.) 2013: Plattform von Michel Houellebecq, Regie: Stephan Kimmig (für seine Rolle als Michel wurde Steven Scharf zum Schauspieler des Jahres 2013 gewählt.)
2013: Schnapsbudenbestien. Der Fall einer Familie. Theaterserie nach Emile Zola, Regie: Matthias Günther / gemeinsames Projekt MK & OFS 2013: Die graue Stunde von Ágota Kristóf, Regie Zino Wey 2014: Doktor Faustus Lichterloh von Gertrude Stein, Regie: Caitlin van der Maas 2014: Country Kitchen, Theatertrip für Neil Young und Jim Jarmusch, Regie: Erik de Quero / gemeinsames Projekt MK & OFS 2014: Polen ist mein Italien von Sascha Hargesheimer, Regie: Jens Bluhm 2014: Hundeherz von Michail Bulgakow, Regie Matthias Günther / gemeinsames Projekt MK & OFS (für seine Darstellung wird Merlin Sandmeyer mit dem O.-E.-Hasse Preis 2015 der Akademie der Künste Berlin ausgezeichnet) 2014: À Corps Perdu. Tanzprojekt von Sandra Hüller & friends 2015: Unser Dorf soll schöner werden, Regie: Wunderbaum 2015: Mutter Courage und ihre Kinder von Bertolt Brecht und Musik von Paul Dessau, Regie: Thomas Schmauser / gemeinsames Projekt MK & OFS Diskursveranstaltungen (Auswahl):. 2012: Stören auf lustvolle Weise, Kipphardt-Tagung, in Zusammenarbeit mit der LMU München und der Internationalen Kipphardt-Gesellschaft, u.a. Matthias Günther im Gespräch mit Prof. Dr. Sven Hanuschek (Vorstand "Internationale Heinar Kipphardt-Gesellschaft) / „Bruder Eichmann“ mit Katja Bürkle und Stefan Hunstein, Regie: Hans-Werner Kroesinger / „März“ mit Thomas Schmauser, Wiebke Puls und Peter Brombacher, Regie: Matthias Günther 2014: Radikales Denken. Zur Aktualität Susan Sontags. Symposium u.a. mit Michael Krüger, Jens-Christian Rabe, Elisabeth Bronfen, Thomas Meinecke / Ethik des Sehens - ein Podium zur Aktualität Susan Sontags mit Daniel Schreiber, Stefan Hunstein, Carolin Emcke und Juliane Rebentisch; Moderation: Matthias Günther / Performances: „Against“ mit Jeff Wilbusch, Regie: Caitlin van der Maas / „Fließend“ mit Stefan Merki und Zoro Babel, Regie: Jens Bluhm / „Das Leiden anderer betrachten“ mit Annette Paulmann, Regie: Zino Wey / „Train of Thoughts“ mit Katja Bürkle, Regie: Caitlin van der Maas
Dozent für Filmanalyse und Filmgeschichte, Dramaturgie und Regie an der Otto Falckenberg Schule München (Direktor: Jochen Noch)