Vienna, Vienna, Austria
Luisa Ziaja ist Kunsthistorikerin, Kuratorin, Universitätslektorin und Autorin. Sie ist Chefkuratorin und Sammlungsleiterin der Österreichischen Galerie Belvedere, wo sie von 2013 bis 2022 als Kuratorin für zeitgenössische Kunst tätig war. Rezente Ausstellungen: Sue Williams. What Now (2026), Hans Haacke. Retrospektive (2025), Dara Birnbaum. Bruckner: Symphonie Nr. 5 B-Dur, Oliver Ressler. Dog Days Bite Back (2024), Renate Bertlmann. Fragile Obsessionen, Über das Neue. Wiener Szenen und darüber hinaus, Public Matters. Zeitgenössische Kunst im Belvedere-Garten (2023), Das Belvedere. 300 Jahre Ort der Kunst (2022), Avantgarde und Gegenwart. Die Sammlung Belvedere von Lassnig bis Knebl (2021). Ausstellungen in Vorbereitung: Stellprobe. Sammlungszugänge der letzten Dekade in einem Display von Heimo Zobernig (2026), Jenny Holzer (2027). Von 2004 bis 2012 setzte Luisa Ziaja als freie Kuratorin mehrjährige Forschungs- und Ausstellungsprojekte um, u.a. Hidden Hi/Stories - Remapping Mozart (diverse Orte, Wien 2006) und Re-collecting. Raub und Restitution (MAK Wien 2008-09); von 2000 bis 2004 war sie als Assistenzkuratorin in der Generali Foundation Wien tätig. Luisa Ziaja ist Co-Leiterin des postgradualen Studienprogramms für Ausstellungstheorie und -praxis /ecm – educating, curating, making an der Universität für angewandte Kunst Wien (seit 2006) und unterrichtete darüber hinaus u.a. an der Zürcher Hochschule der Künste, der Technischen Universität Wien und der Akademie der bildenden Künste Wien. Sie ist Mitglied des Universitätsrates der Akademie der bildenden Künste Wien (seit 2023) und war und ist Teil zahlreicher Fachjurys und Beiräte. In ihrer kuratorischen und diskursiven Arbeit beschäftigt sie sich u.a. mit dem Verhältnis von Gegenwartskunst, Gesellschaft und (Geschichts-)Politik sowie mit der Geschichte und Theorien des Ausstellens. Luisa Ziaja ist Mitherausgeberin des peer-reviewed Belvedere Research Journal, sowie Autorin und Mitherausgeberin zahlreicher Ausstellungskataloge und Sammelbände zu zeitgenössischer künstlerischer und kuratorischer Praxis, Kunst- und Ausstellungstheorie, darunter die Publikationsreihe curating. ausstellungstheorie & praxis in der Edition Angewandte, zuletzt Nicht einfach ausstellen. Kuratorische Formate und Strategien im Postnazismus, Berlin/Boston 2025.
Folgenreiche kuratorische Praxis Wie können Museen die Gesellschaft verändern? Welche Folgen können kuratorische Handlungen haben? Kurator:innen und Vermittler:innen, Organisator:innen und Gestalter:innen, Künstler:innen und Wissenschaftler:innen suchen heute nach Möglichkeiten, bestehende Selbstverständnisse nicht nur zu analysieren, sondern auch in diese einzugreifen und mit kuratorischen Mitteln neu zu formulieren. Das /ecm Studienprogramm für Ausstellungstheorie und -praxis an der Universität für angewandte Kunst Wien ist ein zweijähriges, postgraduales Studium, das umfassende Kenntnisse und Fähigkeiten im erweiterten Museums- und Ausstellungsfeld vermittelt. In kollaborativen Prozessen experimentieren wir mit unterschiedlichen Methoden kuratorischer Forschung, Theorie und Praxis. Dabei entstehen Diskurse, Brüche und Horizonte, die den Kanon herausfordern, Ausstellungsräume und den öffentlichen Raum besetzen sowie Museen und Sammlungen nicht nur digitalisieren, sondern vor allem demokratisieren wollen. Teilnehmer:innen Wir bieten unser Programm einer heterogenen Gruppe von maximal 25 Studierenden an. Sie sind sowohl institutionell verankert als auch selbstständig im Kunst- und Kulturbetrieb tätig, beschäftigen sich mit Fragen des Aus- und Darstellens, der Vermittlung und Kommunikation und haben vielfältige Bildungs- und Berufshintergründe. Zusammen mit ihren Kolleg:innen werden sie theoretisch, praktisch und kritisch fundierte Perspektiven für die internationale Museumsarbeit entwickeln. Sie erarbeiten sich Kompetenzen, um eigenständige Kulturprojekte, Ausstellungen und öffentliche Programme zu konzipieren und zu realisieren. Wir verstehen unsere Studierenden als zukünftige Kolleg:innen und erwarten von ihnen eine aufgeschlossene, offene und wissbegierige Haltung. https://www.ecm.ac.at/