Jakobine Engel

Video- und Filmkunst

Berlin, Berlin, Germany

About

Experience

  • Africa Made In Berlin at Konzept, Produktion
    Jan 2013 - Oct 2015 · 2 yrs 10 mos

    Ein experimenteller Dokumentarfilm 25 Min. von Jakobine Engel Von der "Berliner Kongokonferenz" bis zur Entwicklungshilfe, erzählt der Film mit eindrucksvollen Bildern aus Afrika, durch Zitate von Wissenschaftlern und Politikern die Ausbeutungsgeschichte des Kontinents. Zitate von Desmond Tutu, Erzbischof und Friedensnobelpreisträger Otto von Bismarck, Reichskanzler 1885 Patrice Lumumba, Ministerpräsident des Kongo 1960 Sugule Ali, Sprecher der somalischen Piraten Wallace Stegner, Autor Helga Zepp-LaRouche, Journalistin und Politikerin Portia Tarumbwa-Strid, Schiller-Institut Thomas Sankara, Präsident von Burkina Faso 1986 Dambisa Moyo, Autorin und Ökonomin Dr. Matthias Thaler, Bauernbund Östereich Dr. Vandana Shiva, Right Livelihood Award Tristram Stuart Autor „Waste: Uncovering the Food Scandal“ Klaus Werner-Lobo, Autor „Uns gehört die Welt! - Macht und Machenschaften der Multis“ Jean Ziegler, Autor, Ex UN-Sonderberichterstatter Georg Schramm, Kabarettist Aziz Salomone Fall, Politologe und Anthropologe Benedikt Härlin, Agrarexperte Es sprechen: Teo Vadersen und Jakobine Engel

  • WORLD ORDER at Videoinstallation
    Jun 2003 - Mar 2004 · 10 mos

    Video-Installation in einer Animation als Projektion, USA 2004, 8 Min. Die Video-Installation zeigt 5 Bilder, die im Halbkreis stehen und einen komplett Eindruck des US-Plenarsaals vermitteln. Die Basis für die Installation ist die Rede von Tony Blair vor dem US-Kongress vom 17.7.2003. Für seinen Irak-Einsatz wurde ihm vom US-Kongress eine Goldmedaille verliehen. In einer ständig von Beifall unterbrochenen Rede sagte Blair vor dem US-Kongress: „Ich bin davon überzeugt, dass die Geschichte uns vergeben wird."(......) „Sagt der Welt warum Ihr stolz auf Amerika seid.“ (......).“Amerikaner sein bedeutet frei sein.“ Immer wieder, nach ein zwei Sätzen des Premiers, standen die Mitglieder des US-Kongress auf und unterbrachen ihn mit Klatschsalven. Während der Rede auf dem mittleren Monitor, zeigen die vier äußeren Monitore geschichtlich strukturierte Kriegsbilder der US-Politik (Indianer, Sklaven, Hiroshima, Nagasaki, Vietnam, Irak). Jede Epoche wird von dem Beifall klatschenden US-Kongress unterbrochen.

  • PANTA RHEI at Schnitt
    Jan 1992 - Oct 1992 · 10 mos

    "Alles fließt" (Heraklit, 500 v.u.Z.) Video-Installation, Rom 1992, 50 Min. 6 Monitore stehen auf einem Podest nebeneinander. Je nach Raum und Möglichkeit können die Videos auch projiziert werden. "PANTA RHEI" ist eine philosophische audio-visuelle Zeitdarstellung. Der Drehort ist in Rom. Gezeigt werden zwei, in der Antike für die Ewigkeit errichtete Bauwerke, die das Stadtbild Roms mitprägen - Aquädukte, die das Wasser vom Land in die Stadt brachten und die zum Teil aus ebensolchen Aquädukten bestehende Aurelianische Mauer. Bögen der Wasserleitung wurden teilweise zu Toren, was beide Bauwerke ineinanderfließen lässt. Sie werden von innen und außen an denselben geografischen Stellen gleichzeitig gezeigt. Zu diesen Bildern sind Texte der griechischen Philosophen zu hören, die sich mit dem Werden und Verändern auseinandersetzen und in derselben Zeit entstanden sind, wie die Anfänge des Grenzenbaus von Rom: Heraklit aus Ephesos (520 - 460 v.u.Z.) gesprochen von Bernhard Minetti Empedokles aus Akragas (495 - 434 v.u.Z.) gesprochen von Jutta Lampe Epikur aus Samos (341 - 271 v.u.Z.) gesprochen von Bernhard Minetti Zwischen den Texten sind Naturgeräusche zu hören, die einen Kreislauf darstellen: Wind, Gewitter, Regen, Wasser. Die Ewigkeit wird durch die Vergänglichkeit sichtbar.

  • Grenzgänger at Regie
    Jan 1988 - Sep 1989 · 1 yr 9 mos

    Videoinstallation nach dem gleichnamigen Hörspiel von Jan Rys Berlin 1988 (50 Min./ Video, Super8, Dia) 10 Monitore, 10 Zuspieler Die Grenze der geteilten Stadt Berlin (1986-88) ist von der Ost- und Westseite zu sehen. Zu dieser Zeit, wo die Berliner-Mauer noch stand, war es verboten sie von der Ostseite zu filmen oder zu fotografieren. Geographisch an denselben Punkten wechselt der Blickpunkt von gefilmten Fotos, die die Ostseite zeigen, zu der in Filmaufnahmen durch Fahrten und Schwenks gezeigten Westseite. Die Berliner Mauer ist vom Märkischen Viertel bis zum Teltower Kanal zu sehen. Das Bild beinhaltet die Situation vor der Mauer, die Grenze und Fragmente hinter der Grenze. Man spürt den unterschiedlichen Umgang mit der Mauer, sieht sowohl die frühere Gesamtheit der Stadt, als auch ihre Auseinanderentwicklung. Diese räumliche Grenzüberschreitung, die die Bilder in der Assoziation eines Grenzüberwachungsraumes zeigen, ist begleitet von einer imaginären Grenzüberschreitung durch den Ton, ein Hörspiel von Jan Rys "Grenzgänger". "... und wenn Jan Rys seine Grenzgänger (1960), zwei Flüchtlinge, die sich in einem Kaffeehaus treffen, in Gedanken den verbotenen Rückweg über die Grenze in die Heimat durchspielen lässt, so verblasst unversehens die reale Umgebung und bleibt nur noch schemenhaft gegenwärtig, während die bisher nur vorgestellte Ebene mehr und mehr zur Wirklichkeit wird, (...) Grenzgänger auch über die Grenze zwischen den Räumen, zwischen realer und fiktiver Wirklichkeit - " ( F. Belzner) Bei der Aufführung bleibt der Hörspielcharakter erhalten. Die Videoinstallation weist durch die Grenzbilder, über die eigentliche Handlung hinaus, auf eine besondere Lebenssituation hin. Die Musik komponierte Frank Berger für Cello, Gitarre und Akkordeon. Fotos von Toma Babovic. Es sprechen York von Dühren und Kai Stalmann. Idee, Realisation, Regie: Jakobine Engel

  • ZONE at Kamera
    Jan 1983 - Jun 1983 · 6 mos

    Experimentalfilm, Berlin 1983 (14 Min./Super8) Einzelprojektion oder mehrere Projektionen im Zeitversatz, dadurch können die Bilder länger verfolgt und aufgenommen werden. 1983 Geisterbahnhöfe, die U-Bahnstrecke, die von West-Berlin nach West-Berlin, ohne anzuhalten über die stillgelegten Ost-Berliner-U-Bahnhöfe führt – Bernauer Straße - Alexanderplatz - Jannowitzbrücke - Geländer, Treppen, zugemauerte Ein- und Ausgänge, Farben, Zeitlosigkeit, Verlassenheit, stehen geblieben - Niemandsland, inmitten eigener, vertrauter Gebiete - unerwartet, ungelöst, hingenommen – Gebiete wie Sperrzonen - isoliert, unberührt von zeitlichen Entwicklungen - Bahnhöfe, in denen niemand mehr ein- und aussteigt. Räume, die zu Museen geworden sind. Jedes Bild wurde viermal kopiert, wodurch ein fotografischer Effekt zustande kommt, der auf jedes Bild einzeln aufmerksam macht. ZONE ist unerlaubt entstanden, weil es verboten war im DDR-Grenzgebiet Aufnahmen zu machen.