Friedland, Mecklenburg-West Pomerania, Germany
Vor vielen Jahren wurde ich als damaliger „Sachbearbeiter“ im Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) im Referat Verankerungs- und Befestigungstechnik auf einer Bau-Messe von einer Vertreterin der deutschen Mauerwerk-Industrie einmal Folgendes gefragt: „Herr Scheller, wann entwickeln Sie denn endlich mal einen Dübel, mit dem ich in einem Lochstein auch wieder einen Küchenoberschrank sicher befestigen kann?“ Ich antwortete mit einer Gegenfrage: „Wann entwickelt die Mauerwerk-Industrie denn mal einen Lochstein, in dem man wieder sicher eine Markise verankern kann?“ Das einzelne Bauprodukt, den Lochstein oder den Dübel allein, wird man in Zukunft immer weniger losgelöst vom Gesamtsystem betrachten können. Aus diesem Grund habe ich in meinem bisherigen beruflichen Werdegang (2 Ingenieurbüros, DIBt, Würth, DGfM, DAfM) zunehmend nicht mehr den einzelnen Dübel allein (Theorie), sondern den Dübel als „Bindeglied“, beispielsweise zwischen einer Mauerwerkswand und einem Fenster mit absturzsichernden Eigenschaften, betrachtet (Praxis). Hierbei habe ich für den Dübelbereich u. a. Zulassungen erarbeitet, an der Erstellung von deutschen und europäischen Leitlinien und Technischen Regeln mitgewirkt, ein Ausbildungs- und Trainingskonzept entwickelt, Schulungen und Seminare durchgeführt, Vorträge gehalten, E-Learning-Module erstellt, auf Baustellen Dübel-Auszugsversuche und Dübel-Probebelastungen durchgeführt, als (Co-) Autor diverse Fachbeiträge geschrieben und mich bei allen Tätigkeiten immer sinngemäß wie das „Bindeglied Dübel“ als „Vermittler“ zwischen Kunden bzw. Kollegen und dem Regelwerk (Normen, Leitlinien, Zulassungen, …) gesehen, um „Lösungen im System“ zu finden. Hierbei macht es mir immer wieder Spaß, mich neu in die entsprechenden Papiere einzuarbeiten, diese selbst zu verstehen und die Inhalte dann so einfach und nach Möglichkeit einprägsam aufzuarbeiten und darzustellen, dass sie Andere verstehen können, die sich nicht jeden Tag mit den jeweiligen fachspezifischen Einzelheiten beschäftigen. Bei meiner Arbeit helfen mir auch immer noch meine 5 Jahre Berufserfahrung als Tragwerksplaner für konstruktiven Ingenieurbau (Hochbau), die ich nach meinem Bauingenieur-FH-Studium in einem Berliner Ingenieurbüro sammeln konnte. Der Vollständigkeit seien an dieser Stelle auch noch eine vorangehende Ausbildung als Holzmechaniker (Tischler) mit anschließender 2-jähriger Gesellenzeit, sowie Praktika als Maurer und Zimmermann vor dem Studium bzw. noch während meiner Schulzeit zu erwähnen.
Tätigkeiten mit dem Schwerpunkt "Dübeltechnik" u. a. : - Erstellung von statischen Berechnungen und gutachterlichen Stellungnahmen - Versuchsleiter und/oder Fachplaner für (Dübel-) Versuche am Bauwerk nach den TR des DIBt - Erstellung von Publikationen und Fachbeiträgen - Referent für Fachvorträge/Seminare - Erstellung von e-Learning-Konzepten und Umsetzung in entsprechenden Modulen - ... Themen-Schwerpunkte im Bereich der Dübeltechnik u. a. : - Verankerungen in Mauerwerk - Absturzsichernde Fensterelementbefestigungen - (Dübel-) Versuche am Bauwerk - ...
Mitarbeiter im Referat I2 „Verankerungen und Befestigungen, Treppen“