Icking, Bavaria, Germany
Emergency Leadership ist eine besondere Form von Führung, die in akuten Ausnahme-, Krisen- oder Übergangssituationen greift – also dann, wenn normale Führungsmechanismen nicht mehr ausreichen. Der Begriff beschreibt weniger eine klassische Managementfunktion als vielmehr die Fähigkeit, unter hoher Unsicherheit handlungsfähig zu bleiben, schnell Orientierung zu schaffen, Verantwortung unmittelbar zu übernehmen, Menschen emotional zu stabilisieren und gleichzeitig operative Kontinuität sicherzustellen. Im Unterschied zu klassischem Krisenmanagement geht es bei Emergency Leadership nicht nur um Prozesse oder Schadensbegrenzung. Es geht vor allem um Führung in Situationen, in denen Vertrauen, Klarheit und Präsenz plötzlich entscheidend werden. Typische Situationen wären zum Beispiel der plötzliche Tod eines Inhabers, der unerwarteter Ausfall der Geschäftsführung, massive interne Konflikte, existenzielle Unternehmenskrisen, Cyberangriffe oder operative Zusammenbrüche, ein Nachfolge-Vakuum, oder auch Restrukturierungen mit hoher emotionaler Belastung. Ein Emergency Leader ist in diesem Verständnis jemand, der Ruhe ausstrahlt, Entscheidungen treffen kann, Ambiguität aushält, Kommunikation übernimmt und Organisationen kurzfristig stabilisiert.
Wenn Eigentümer oder Geschäftsführung unerwartet ausfallen, braucht es mehr als operative Organisation. Es braucht Vertrauen, Entscheidungsfähigkeit und Präsenz. Ich unterstütze Unternehmen in Notsituationen, Kontinuität zu bewahren und Übergänge professionell zu gestalten.
Irgendwann im Lauf der Karriere triff jeder die Entscheidung, ob er mitlaufen oder mitgestalten will. Führungskräfte sind Entscheider, und in einer komplexen Welt bedeutet Entscheidungen treffen Fehler machen. Glaubt man meinen Mentees, dann liegt es auch an mir, dass es am Ende nicht zu viele sind.
In einem Alter, in dem andere ihren Ruhestand planen, braucht es schon gute Gründe, um noch einmal ein Unternehmen zu gründen. Die Gelegenheit, mein Know-how zu teilen, bevor ich als Klügster auf dem Friedhof lande, war einer davon. Dazu ein perfektes Marktumfeld, ein intelligentes Konzept und ein Unternehmergeist, der einfach nicht zurück in die Flasche wollte.
Small-Scale Branding – das war schon eine gute Idee, die meine Frau und ich damals hatten. Bezahlbare Marken, die kleine Unternehmen sichtbar machen. Bis wir herausgefunden haben, das private und berufliche Partnerschaft eine Partnerschaft zu viel war.
Drei Jahre Auszeit in einer kleinen Gemeinde im Südwesten von England. Wobei Auszeit definitiv ein Euphemismus ist. Ich habe in dieser Zeit noch nie so viel über mich und meine Arbeit nachgedacht. Aber das war ja auch der Sinn und Zweck.
Früher war der Narr der Einzige, der dem König die Wahrheit sagen durfte, ohne dass man ihm den Kopf abgeschlagen hat. 13 Jahre Coaching auf C-Level mit einer am Ende enttäuschenden Bilanz: Zu viel Punch und zu wenig Reflexion.