Hilden, North Rhine-Westphalia, Germany
☕ 𝗠𝗶𝘁𝘁𝘄𝗼𝗰𝗵𝗺𝗼𝗿𝗴𝗲𝗻. 7:30 Uhr. Der Kaffee läuft. Und Du auch wieder. Die Woche noch nichtmal halb rum – aber im Kopf bist Du schon überall: Abstimmungen. Rückfragen. Kleinkram. Konflikte. Und Papierkram, der geduldig auf das Wochenende wartet. Und am Ende der Woche wirst Du wieder derjenige gewesen sein, der alles zusammengehalten hat. ✅ 𝗘𝘀 𝗹ä𝘂𝗳𝘁. 𝗔𝗯𝗲𝗿 𝗻𝘂𝗿, 𝘄𝗲𝗶𝗹 𝗗𝘂 𝗹ä𝘂𝗳𝘀𝘁. Wenn Du mal raus bist, stockt es. Wenn Du loslässt, fällt es zurück. ❓𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗲𝗶𝗴𝗲𝗻𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵? Weil in vielen Unternehmen zwei Dinge gleichzeitig passieren. 𝙀𝙧𝙨𝙩𝙚𝙣𝙨: Prozesse sind beschrieben. Abläufe besprochen. Vereinbarungen werden regelmäßig getroffen. Und trotzdem muss erinnert, kontrolliert und nachgefragt werden. 𝙕𝙬𝙚𝙞𝙩𝙚𝙣𝙨: Viele der wirklich wichtigen Dinge kann man gar nicht aufschreiben. Mitdenken. Umsicht. Eigeninitiative. ...der berühmte 'Blick über den Tellerrand'. Fehlt das, denkt der Chef für die anderen mit. Aus beiden Richtungen entsteht am Ende derselbe Satz im Kopf: "𝘐𝘤𝘩 𝘣𝘪𝘯 𝘩𝘪𝘦𝘳 𝘧ü𝘳 𝘢𝘭𝘭𝘦𝘴 𝘻𝘶𝘴𝘵ä𝘯𝘥𝘪𝘨." Das eigentliche Problem ist selten der fehlende Prozess. Und auch selten das nächste Führungssystem. Das eigentliche Problem ist: Zu viele Mitarbeiter fühlen sich innerlich nicht zuständig. ...zu wenig für die Ergebnisse ihrer Arbeit. ...und noch weniger für die Ergebnisse der Firma. Die gute Nachricht daran: Beide Probleme haben dieselbe Ursache. Und deshalb lassen sie sich auch mit demselben Hebel lösen. Dafür muss man kein Psychologe sein. Aber man muss wissen, welche Prinzipien dafür sorgen, dass Mitarbeiter Verantwortung wirklich annehmen. 🛡️ Genau daran arbeite ich mit Unternehmern, Geschäftsführern und Teams. ...sodass eine Mannschaft entsteht, die ein 𝗣𝗳𝗹𝗶𝗰𝗵𝘁𝗴𝗲𝗳ü𝗵𝗹 für ihre Aufgabe hat und 𝗩𝗲𝗿𝗮𝗻𝘁𝘄𝗼𝗿𝘁𝘂𝗻𝗴 für das Ganze trägt. Menschen, die mitdenken. Probleme früh ansprechen. Abläufe aus Eigeninitiative verbessern. ...und in der Konsequenz ihrem Chef den Rücken freihalten. So entsteht Ruhe im Alltag. Nicht weil weniger zu tun ist. Sondern weil die Last auf allen Schultern liegt. 🎯 Ein Unternehmer hat es nach der Zusammenarbeit so gesagt: „𝘝𝘪𝘦𝘭𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘩𝘢𝘣𝘦 𝘪𝘤𝘩 𝘥𝘢𝘥𝘶𝘳𝘤𝘩 𝘦𝘪𝘯 𝘱𝘢𝘢𝘳 𝘓𝘦𝘣𝘦𝘯𝘴𝘫𝘢𝘩𝘳𝘦 𝘥𝘢𝘻𝘶𝘨𝘦𝘸𝘰𝘯𝘯𝘦𝘯. 𝘜𝘯𝘥 𝘸𝘦𝘯𝘯 𝘦𝘴 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘮𝘦𝘩𝘳 𝘸𝘦𝘳𝘥𝘦𝘯, 𝘸𝘦𝘳𝘥𝘦𝘯 𝘴𝘪𝘦 𝘢𝘶𝘧 𝘫𝘦𝘥𝘦𝘯 𝘍𝘢𝘭𝘭 𝘩𝘢𝘳𝘮𝘰𝘯𝘪𝘴𝘤𝘩𝘦𝘳.“ Wenn Du Dich darin wiedererkennst, schreib mir. Kein Pitch. Kein Blabla. Wir schauen gemeinsam, ob das bei Dir passt.
Ein Unternehmer kann das Tagesgeschäft erst dann wirklich loslassen, wenn Mitarbeiter aus Überzeugung für die Firma mitziehen. Das ist keine Meinung. Das ist psychologisch fundiert.* Führungssysteme, Rollenbeschreibungen, Prozesse und Regeln helfen erst danach. Vorher bleiben sie bedrucktes Papier. Genau deshalb arbeiten Unternehmer mit mir in dieser Reihenfolge: Erst die Mannschaft für einen gemeinsamen Anspruch gewinnen. Dann Systeme und Prozesse installieren, die diesen Anspruch im Alltag halten. 1️⃣ Akute Situationen lösen 👉 Ergebnis: Der Unternehmer bekommt Luft, weil die akuten Reibungspunkte aus dem Alltag genommen werden. 2️⃣ Wiederkehrende Muster erkennen 👉 Ergebnis: Es wird deutlich, wo & warum dieselben Probleme immer wieder in ähnlicher Form auftauchen – bei Geschäftsleitung, Führung und Mannschaft. 3️⃣ Maßstab entwickeln 👉 Ergebnis: Jeder weiß, woran Verhalten - Leistung, Loyalität, Verantwortung und Zusammenarbeit - gemessen wird. 4️⃣ Mannschaft für den Maßstab gewinnen 👉 Ergebnis: Aus „Der Chef will das so“ wird ein gemeinsamer Anspruch: „Ja, so arbeiten wir hier.“ 5️⃣ Führungssystem installieren 👉 Ergebnis: Führungskräfte führen am Maßstab entlang, sodass der Unternehmer den Standard nicht mehr jeden Tag selbst setzen, erklären oder verteidigen muss. Das Ergebnis: weniger Tagesgeschäft, weniger Hinterherrennen – und eine Mannschaft, die den Anspruch des Unternehmers im Alltag mitträgt. Ein Unternehmer hat es so auf den Punkt gebracht: „Vielleicht habe ich dadurch ein paar Lebensjahre dazugewonnen. Und wenn es nicht mehr Lebensjahre werden, dann werden sie auf jeden Fall harmonischer.“ Grundlage ist die eigene Unternehmerpraxis: Über 10 Jahre psychologisches Wissen über menschliches Verhalten – angewendet, getestet und verfeinert im eigenen Betrieb, bis das Unternehmen ohne meine tägliche Steuerung stabil lief und weiter wachsen konnte. * u. a. Ajzen: Planned Behavior; Ryan & Deci: Self-Determination; Locke & Latham: Goal-Setting.
Blumenbund. Meine Firma startete mit einer Tragödie. Ende 2016 starb mein bester Freund Kai bei einem Autounfall. Am Tag war ich in Kais Büro. Sein Vater Peter saß dort und klickte apathisch am PC herum. „Was soll ich denn jetzt machen?“ fragte er mit gebrochener Stimme. Ich war damals bei PORSCHE. Projektleiter. Große Marke. Große Projekte. …aber innerlich bereits raus. Kurz danach war ich selbstständig und machte gemeinsam mit Peter weiter. Nicht aus einem perfekten Businessplan heraus. Sondern aus dem Wunsch, wieder etwas Eigenes aufzubauen. Und um zu zeigen, was in Kais Ideen steckte. 🌱 Aus 5.000€ Umsatz im Dezember 2016 wurden 250.000€ im Dezember 2020. Denn ich hatte zurück, was mir fehlte und mich stark machte: Freiheit. Eigenständigkeit. Ein eigenes Team. Das Gefühl, wirklich etwas bewegen zu können. 𝐃𝐞𝐫 𝐄𝐫𝐟𝐨𝐥𝐠 𝐡𝐚𝐭𝐭𝐞 𝐳𝐰𝐞𝐢 𝐐𝐮𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧. Erstens: Ich war tief in Psychologie- und Business-Seminaren unterwegs. Nicht nur als Teilnehmer. Sondern auch als Co-Trainer und Trainer. Ich habe erlebt, wie Menschen sich verändern. Wie Vertrauen entsteht. Und warum Gruppen funktionieren — oder eben nicht. Keine klassische Unternehmerausbildung. Sondern mein innerer Drang, zu verstehen, was Menschen wirklich bewegt. Das war Gold wert. Zweitens: Ich war ständig mit Unternehmern im Austausch. Mit erfolgreichen. Mit kämpfenden. Mit brillanten. Ich habe gesehen, was funktioniert. Und was nur gut klingt. Was Teams stärker macht. Und was Unternehmer langsam auffrisst. Beides floss direkt in den Blumenbund: in Mitarbeitergespräche, Vertrieb, Teammeetings, Verantwortung und Zusammenarbeit. Die Firma wuchs schnell und stabil, weil das Team mitwuchs. Nicht nur fachlich. Sondern im Denken. In Verantwortung. In Eigenständigkeit. Und ich selbst war operativ raus. Beim 𝐁𝐥𝐮𝐦𝐞𝐧𝐛𝐮𝐧𝐝 wurde aus dem, was ich früher intuitiv gemacht hatte, 𝐞𝐢𝐧 𝐒𝐲𝐬𝐭𝐞𝐦. Heute nutze ich genau das für Unternehmer, die aus dem Hinterherrennen rauswollen.
PORSCHE. Der Name war groß. Die Marke stark. Die Autos auch. 𝐀𝐛𝐞𝐫 𝐦𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐖𝐞𝐥𝐭 𝐰𝐚𝐫 𝐰𝐞𝐠. Bei KUKA war ich unterwegs. 🌍 Deutschland. Slowakei. Italien. Spanien. England. Teilweise alles in einer Woche. Jaguar Land Rover war nicht einfach ein Kunde. Das war meine Welt. Ich kannte dort jeden. Vom Anlagenführer bis zum Vorstand. Sie kannten mich auch. Wenn etwas festhing, wurde ich angerufen. Und umgekehrt. Ich hatte Freiraum. Konnte entscheiden. Konnte etwas bewegen. Ich hatte mein Team. Meine Leute. Meine Partner. 80-Stunden-Wochen? Normal. Nicht schwer. Weil ich gespürt habe: Das bringt etwas voran. Damals war ich Ende 20. Es gab Gespräche über mehr Verantwortung. Aber ich wollte nicht weg. Ich hatte meine Welt. Dann wurde der KUKA-Firmenteil mit über 500 Leuten an PORSCHE verkauft. ...mit mir. Auf dem Papier war ich weiter Projektleiter. Aber innerlich war alles anders. Weniger Freiheit. Weniger Eigenständigkeit. Weniger Bewegung. Dafür mehr Büro. Mehr Vorgaben. Mehr Abstimmung. Mehr Papier. Auch privat gab es einen Bruch: Plötzlich alleinerziehend mit zwei kleinen Jungs. Ich war derselbe Mensch. Mit denselben Fähigkeiten. Aber ich war nicht mehr in meiner Kraft. Damals war es ein Gefühl. Heute weiß ich, was los war. Ich hatte verloren, was mich getragen hat: Freiheit. Selbstbestimmung. Zusammenhalt. Das Gefühl, etwas zu bewegen. Nicht jeder braucht dasselbe. Klar. Aber das Prinzip ist dasselbe: Ein Mensch verliert nicht nur Kraft, wenn die Aufgabe falsch ist. Er verliert Kraft, wenn das, was ihn innerlich antreibt, in seiner Arbeit keinen Platz hat. 𝐆𝐞𝐧𝐚𝐮 𝐝𝐚𝐬 𝐞𝐧𝐭𝐬𝐜𝐡𝐞𝐢𝐝𝐞𝐭, 𝐨𝐛 𝐣𝐞𝐦𝐚𝐧𝐝 𝐰𝐢𝐫𝐤𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐦𝐢𝐭𝐳𝐢𝐞𝐡𝐭 — 𝐨𝐝𝐞𝐫 𝐧𝐮𝐫 𝐟𝐮𝐧𝐤𝐭𝐢𝐨𝐧𝐢𝐞𝐫𝐭. Also bin ich raus. Nicht gegen Porsche. Sondern raus aus einer Welt, die nicht mehr meine war. Danach habe ich wieder aufgebaut, was mir gefehlt hatte: eigene Kunden. eigene Entscheidungen. ein eigenes Team. Blumenbund.
Bei KUKA bin ich als junger Projektleiter ins kalte Wasser gesprungen. Keiner hat mir gesagt, wie es geht. Ich musste zeigen, dass ich’s kann. Mein Projektteam kam aus Vertrieb, Entwicklung, Einkauf, NC-Bearbeitung und Werkzeugbau. Diesen Bereichen blieben sie disziplinarisch unterstellt. Heißt: Jeder hatte seinen Chef. Mit eigenen Themen, Prioritäten, Befindlichkeiten. 𝐔𝐧𝐝 𝐠𝐞𝐧𝐚𝐮 𝐝𝐚 𝐥𝐚𝐠 𝐝𝐚𝐬 𝐏𝐫𝐨𝐛𝐥𝐞𝐦: Die Bereiche zogen nicht an einem Strang. Man schob sich den schwarzen Peter zu. Fertigung sagte: „Die Entwicklung baut Mist.“ Entwicklung sagte: „Die Fertigung kriegt’s nicht hin.“ …und jeder hat ins gleiche Horn geblasen. Chefs eingeschlossen. Nicht aus Bosheit. Sondern aus Schutz. Vor Bloßstellung. Vor Gesichtsverlust. Kennst du. 𝐁𝐞𝐢 𝐦𝐢𝐫 𝐰𝐚𝐫 𝐝𝐚𝐬 𝐚𝐧𝐝𝐞𝐫𝐬. Ich hab die Leute regelmäßig zusammengeholt. Nicht, um Probleme zu klären. Sondern damit viele gar nicht erst entstehen. Was vorsichtig begann, wurde mit der Zeit vertraut. Mitten in einer Firma voller schwarzer Peter gab es ein Projektteam, das sich vertraute. 🌵 Wie eine Oase in der Wüste. Wir haben miteinander gesprochen. Nicht übereinander. Und es passierte das, was du nicht anweisen kannst: Die Leute stimmten sich ab. Sie fragten nach. Sie dachten einen Schritt weiter. Und Stück für Stück wurden meine Projekte ruhiger. Nicht, weil alles perfekt war. Sondern weil ihnen das Projekt wichtig war. Ich hab das damals nicht analysiert. Ich hab’s einfach gemacht. …und nur am Rand mitbekommen, wie es anderswo knirschte. 𝐇𝐞𝐮𝐭𝐞 𝐰𝐞𝐢ß 𝐢𝐜𝐡, 𝐰𝐚𝐫𝐮𝐦. Wenn Menschen nicht in Abteilungen denken. Nicht an Gesichtsverlust. Nicht an Schuld. Sondern an ein gemeinsames Ergebnis. Dann brauchst du weniger Druck. Weniger Kontrolle. Weniger Maßregelung. Zu sagen „es läuft dann von allein“ wäre sicher überzogen. Aber es läuft. ...und zwar so, dass du deine 𝐠𝐮𝐭𝐞 𝐋𝐚𝐮𝐧𝐞 behältst🙂 So wie ich damals. Denn egal, was kam, ich wusste: Mein Team zieht mit.