Berlin, Berlin, Germany
FG 14 Angewandte Infektions- u. Krankenhaushygiene Planung, Konzeption und wissenschaftliche Begleitung von Forschungsprojekten mit dem Fokus Desinfektion von Biofilmen nosokomialer Pathogene (einschl. Bakterien & Hefepilzen). Methodenentwicklung zur Evaluation der Wirksamkeit von Desinfektionsmitteln und -verfahren auf Biofilme.
Im Rahmen des EU-Forschungsprojekts (H2020) BioCombs4Nanofibers beschäftigte ich mich mit der mikrobiellen Biofilmbildung auf Laser-strukturierten Oberflächen. Ich habe experimentelle Setups entwickelt, die es uns ermöglichen, Laser-prozessierte Metall-Oberflächen auf ihre bakterielle Besiedelbarkeit hin zu untersuchen. Mein Beitrag zu diesem Projekt war, Oberflächencharakteristika zu definieren, die unabhängig von chemischen Beschichtungen dauerhaft antibakteriell wirken und damit medizinische und industrielle Anwendung finden können.
Am Costerton Biofilm Center und im Team von Prof. Tim Tolker-Nielsen verschob sich mein Fokus zunehmend auf c-di-GMP im medizinischen Kontext und ich untersuchte dessen Regulation im opportunistischen Pathogen Burkholderia cenocepacia (Risikogruppe 2). Ziel meiner Arbeit war es, c-di-GMP-abhängige Virulenzfaktoren zu identifizieren und deren Regulation auf molekularer Ebene aufzuklären. Neben dem Verfassen von Publikationen und der Begutachtung von Manuskripten gehörten zu meinen Aufgaben u. a. - Herstellung chromosomaler Mutationen der am c-di-GMP-Metabolismus beteiligten Gene - Untersuchungen zur Biofilmbildung in verschiedensten Modell-Systemen - Konfokale Lasermikroskopie von Biofilmen in Durchflusszellen - Virulenzassays in Galleria mellonella & Alfalfa - Identifikation unbekannter Protein-Interaktionspartner mittels Pull-Down-Assays Die ersten 24 Monate meines Aufenthalts wurden durch ein selbst eingeworbenes Forschungsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert.
Dissertationsthema: "c-di-GMP-abhängige Signaltransduktion bei der Kontrolle der Cellulose-Synthese in Escherichia coli Biofilmen" unter der Leitung von Prof. Dr. Regine Hengge (Prädikat magna cum laude). In Kooperation mit dem Institut für Mikrobiologie und Tierseuchen der FU Berlin und in Zusammenarbeit mit PhD Tatyana Povolotsky analysierte ich Biofilmeigenschaften verschiedener humanpathogener E. coli, u. a. die des EHEC-Ausbruchstamms von 2011. Zu meinen Aufgaben gehörten u. a. die Konzeption, Durchführung und Datenauswertung mikro- und molekularbiologischer Experimente, und damit einhergehend - Klonierung und Konstruktion von Mutationen und Reportergenfusionen - Genexpressionsstudien - Untersuchungen zur Synthese extrazellulärer Matrixkomponenten - Proteinaufreinigung (nativ/denaturierend, löslich/membranständig) - Einbau aufgereinigter Membranprotein-Komplexe in Lipid-Nanodiscs - Protein-Protein-Interaktionen (in vivo/ in vitro) - Protein-Ligand-Interaktionen und Enzymassays - Arbeit mit eukaryotischen Zellkulturen Die Ergebnisse meiner Arbeit konnte ich auf mehreren nationalen und internationalen Fachkonferenzen in Form von Posterpräsentationen und eines Vortrages vorstellen und sie sind Teil verschiedener Peer-Review Artikel.